Darüber hat der Ortsgemeinderat Pellingen gesprochen.

Politik : Ortsgemeinderat Pellingen: Mehr Holz, mehr Sicherheit

Mitglieder des Pellinger Ortsgemeinderats besichtigen mit dem Revierförster den ortseigenen Wald. Daraufhin beschließen sie, den Weg für die Kinder des Waldkindergartens heller zu machen. Für alle, die mit Holz heizen, gibt es eine gute Nachricht.

Der Pellinger Revierförster Martin Bee sagt: „Wald bedeutet Reichtum, auch wenn keine riesigen Gewinne daraus erwachsen.“ Er hat dem Ortsgemeinderat Pellingen soeben das Betriebsergebnis des vergangenen Jahres und den voraussichtlichen Gewinn für 2018 vorgestellt. Zuvor war er mit den  Ratsmitgliedern durch den Wald gegangen, damit sie sich den Zustand des örtlichen Waldbesitzes selbst anschauen können.

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Rat nun: An der Straße zum Sportplatz sollen drei neue Leuchten aufgestellt werden. „Damit sind die Kinder des Waldkindergartens in der dunklen Jahreszeit auch sicherer“, argumentiert Ortsbürgermeister Horst Hoffmann. Mit mehr Licht für das Freizeitgelände werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, so Hoffmann. Die drei Leuchten kosten 8259 Euro. 33 Prozent davon, also 2725 Euro, gibt es als Zuschuss vom Kreis Trier-Saarburg. „Die Kommunalaufsicht hat uns erlaubt, den Rest durch einen Kredit zu finanzieren“, erläuterte Hoffmann dazu. Fünf bis sechs Douglasien entlang des Weges müssen dafür allerdings weichen, damit der Weg optisch breiter wird und das Licht besser ausgenutzt werden kann. Revierförster Martin Bee will das im Herbst erledigen lassen, damit die Lampen rechtzeitig vor der nächsten dunklen Jahreszeit installiert werden können.

Rund 92 Hektar Waldfläche besitzt die Ortsgemeinde Pellingen. Auf 81 Hektar davon stehen Bäume. Daraus können als Gewinn aus dem vergangenen Jahr 3984 Euro in den Gemeindehaushalt fließen. Geplant waren lediglich 2084 Euro. „Die Holzpreise, insbesondere für Eiche steigen weiter“, sagt der Forstmann. Für das aktuelle Forstjahr rechnet Bee mit einem Betriebsergebnis aus 300 Festmeter Einschlag von 2224 Euro.

Die gute Nachricht für alle, die mit Holz heizen: Der Brennholzpreis bleibt mit 52 Euro pro Festmeter stabil. Die aktuellen Bestellungen werden gerade abgewickelt. Ab Oktober kann wieder neu bestellt werden. Das Forsteinrichtungswerk hat für den Pellinger Wald einen jährlichen Einschlag von 312 Festmetern festgelegt. „3,8 Festmeter Holz wächst in Pellingen pro Jahr und Hektar nach. Mehr entnehmen wir auch nicht, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten“, rechnet Bee vor. Holz sei weiter ein gefragtes Produkt, insbesondere Eiche für Möbel oder auch Weinfässer. Deshalb sei der Pellinger Wald schon lange aus den roten Zahlen raus.

Vor der Sitzung hatte der Forstmann beim Gang durch den Wald erklärt, warum einige Bäume entnommen werden, andere aber stehen bleiben: „Sehen sie diesen toten Baum. Der muss bleiben, denn darin gibt es Käfer oder es nisten Vögel.“ Erstaunt waren die Ratsmitglieder über die Gräben, die Wildschweine in den Waldboden gebuddelt haben. „Die suchen nach Engerlingen. Die Zeit der rein pflanzlichen Nahrung ist jetzt vorbei“, erklärte Martin Bee, der auch zeigte, wie junge Bäume mit Zaun vor den gefräßigen Waldbewohnern geschützt werden müssen, was allerdings wegen der Kosten den Gewinn aus dem Holzverkauf schmälert.