Das Dutzend ist voll!

Nittel und Machtum feiern am 20. August gemeinsam das zwölfte deutsch-luxemburgische Weinhappening - mit Krönung der Saar-Obermosel-Weinkönigin aus Saarburg. Vorab wird bereits heute ein besonderer Brauch gepflegt.

Nittel/Saarburg Das in der Region einzigartige deutsch-luxemburgische Weinfest in Nittel und Machtum geht am Sonntag, 20. August, zum zwölften Mal über die Bühne. Die Veranstalter haben rund um dieses Weinhappening sowie die Nitteler St.-Rochus-Kirmes und das Machtumer Wäin-Schmaachen ein umfangreiches Programm zusammengestellt.
Der Nitteler Schutzpatron für die Kirmes vom 18. bis 21. August, St. Rochus von Montpellier, wird seit Jahren mit einer Prozession geehrt. Diese Prozession im Vorfeld der Kirmes gewinnt jedes Jahr an Bedeutung. Denn die Tradition des Pilgergangs von der Nitteler Pfarrkirche St. Martin hoch zur Rochus-Kapelle im Ortsteil Köllig gilt mittlerweile als eine Art "inoffizieller Startschuss" für die folgenden Feierlichkeiten. Am heutigen Dienstag trifft man sich um 17 Uhr an der Kirche, um dann in einem Pilgerzug auf den Berg zur Kapelle zu wandern.
Der Segen, den die Pilger erbeten, soll dann schon ab Freitag, 18. August, seine positive Wirkung entfalten. Denn dann startet die Nitteler St.-Rochus-Kirmes gleich mit einem echten Kracher: dem großen Feuerwerk.
Offizielle Höhepunkte sind dann am Samstag, 19. August, die Weinsegnung und die Proklamation der neuen Saar-Obermosel-Weinkönigin, Antonia Reinsbach aus Saarburg. So weit das hinlänglich bekannte und beliebte "Standardprogramm".
Doch das Kirmeskomitee um Ralf Kienzle hat sich auch wieder Neues einfallen lassen. Am Kirmes-Sonntag stehen zwei Wein- und Kulturbotschafterinnen zur Verfügung, um Führungen durch die Nitteler Weinberge anzubieten. Und die schon immer umstrittenen Marktstände, an denen bislang eher beliebige Artikel angeboten wurden, weichen einem Angebot von regionalen Produkten aus dem Bereich Genuss und Kunsthandwerk. Beispielsweise werden Käse, Öle, Senfspezialitäten, Wild, Brot und Viez angeboten.
Und der ehemalige Nitteler Gemeindearbeiter Peter Bock zeigt Holzskulpturen und Schmiedehandwerk. Dieses neue Angebot wird abgerundet mit einer Präsentation von Produkten rund um Kork, von Schmuck-Kunsthandwerk und der "Erlebnisschule Wald und Wild" vom Forstamt Saarburg.
Ebenfalls am Sonntag - und das ist und bleibt das Highlight der Feierlichkeiten - pendelt ein Passagierschiff zwischen dem luxemburgischen Machtum und Nittel hin und her, um die Verbindung der beiden Orte zum deutsch-luxemburgischen Weinhappening zu ermöglichen. Dieses in der gesamten Region einzigartige Gemeinschaftsfest bietet dabei die Möglichkeit, deutsche und luxemburgische Moselweine in einer großen Auswahl zu probieren.
Das luxemburgische Örtchen Machtum rüstet sich für diesen Tag mit beispiellosem Engagement, um den Ansturm der Weinfreunde von jenseits der Mosel zu bewältigen. Henri Hengel, Chef des dortigen Veranstaltungskomitees, der Entente Machtum, lässt nicht locker, bis auch die letzte Kleinigkeit vorbereitet ist. "Elfmal konnten wir resümieren: Ja, es war ein gelungenes Fest! Und wir geben alles, damit es auch diesmal wieder der Fall sein wird", sagt Hengel, der sich auch als Festredner in Nittel eine große Fangemeinde erarbeitet hat.
Doch Machtum hat parallel zur Nitteler Kirmes nicht nur das "Wäin-Schmaachen" zu bieten. Bereits am Donnerstag, 17. August, wird im Schliike-Bau in der Ortsmitte wieder eine Kunstausstellung eröffnet. Hengel kündigt dazu geheimnisvoll eine "künstlerische Überraschung" an.
Am Freitag, 18. August, heißt es dann "Rock de Schleek". Den ganzen Abend spielen diverse Bands und bringen einen anderen Klang in das sonst so beschauliche und ruhige Machtum.
Insgesamt bieten Nittel und Machtum gemeinsam fast eine ganze Woche lang ein Festprogramm, das sich stetig weiterentwickelt und somit auch dieses Jahr wieder ein echter Publikumsmagnet sein dürfte.