Das Eckige muss ins Runde

Der Drittplazierte der deutschen Rangliste einer Sportart, die in den USA so populär ist wie hierzulande Fußball, will das Zielwerfen mit Maissäckchen auf ein Brett mit Loch jetzt in der Region weiter verbreiten. Es ist ein Sport für jedes Alter, Frauen und Männer. Auch Rollstuhlfahrer können Cornhole ausüben. Konz und Trier sollen eine Hochburg werden.

Konz-Roscheid. Der Sportler steht acht Meter von einem schrägen Brett entfernt. Darin ist ein 15 Zentimeter großes Loch (englisch: hole) gebohrt. In der Hand hält er Säckchen, in denen 400 Gramm Mais (englisch: corn) stecken. Damit muss das Loch getroffen werden. "In den USA ist die Sportart Cornhole so verbreitet wie bei uns Fußball", sagt Günther Reitz, derzeit Ranglistendritter in Deutschland.
Der Mental- und Erfolgscoach aus Konz-Roscheid will Cornhole in der Region etablieren, bietet Trainingszeiten an und will auch in der Region Wettbewerbe organisieren. "Beruflich helfe ich Menschen, Ziele zu erreichen. Cornhole ist eine gute Übung dafür", findet der 52-Jährige.
Spielen kann man Cornhole überall, wo Platz ist. "Es erinnert ein wenig an Boule. Aber dabei muss man ja dorthin, wo der Bouleplatz ist", macht Reitz den Unterschied deutlich. Cornhole geht auch bei einer Grillparty im Garten. Das Loch zu treffen bringt drei Punkte, wenn der Sack auf dem Brett landet, einen Punkt. Es gibt Einzel-, Doppel und Teamwettbewerbe mit bis zu sechs Spielern. Wer zuerst 21 Punkte hat, ist Satzsieger. Zwei Gewinnsätze werden ausgespielt.
"Hallen sollten wegen der Wurftechnik mindestens vier Meter hoch sein", erklärt der Cornhole-Sportler. Reitz will neue Teams aufbauen, die dann an Meisterschaften wie im nächsten Jahr in Nürnberg teilnehmen können. Konz und Trier sollen eine Hochburg dieser Sportart werden. Reitz selbst fährt zu den Deutschen Teammeisterschaften am 12. November nach Lindhorst bei Hannover.
"Cornhole ist als Familiensport bestens geeignet. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren, alle können mitmachen und Erfolg haben", freut er sich. Wer einmal auf einem Turnier war, der wisse, welch tolle Stimmung dort aufkommt, wenn die jeweiligen Teams von ihren mitgereisten Fans angefeuert werden: "Die Geräuschkulisse stört mich nicht. Mit viel Atmosphäre spiele ich am besten." Auch der Spaß und die Geselligkeit kommen schließlich nicht zu kurz. doth
Extra

Informationen über Cornhole gibt es im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.cornhole.de" text="www.cornhole.de" class="more"%> , <%LINK auto="true" href="http://www.decov.de" text="www.decov.de" class="more"%> und bei facebook/ cornholecamp. Trainiert wird freitags ab 18 Uhr in der Keller Sporthalle und samstags ab 20 Uhr in der Pellinger Sporthalle. Weitere Informationen unter Tel. (06501) 6068875. doth