Das Erbe Johannes XXIII.

HERMESKEIL. (fab) Die 37. Festakademie, veranstaltet vom Katholischen Bildungswerk Johanneshaus zu Ehren Johannes XXIII., fand im großen Saal des Johanneshauses statt. Das Thema der Festakademie wurde in Anlehnung an das Thema des diesjährigen Katholikentages "Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht" gewählt.

Zur Einstimmung begrüßten Dekanatskantor Rafael Klar am Klavier und seine Tochter Leonie am Saxofon die rund 60 Besucher der Festakademie mit der nachdenklichen "Sonata" von Henri Eccles. Im Mittelpunkt der Festakademie stand der unermüdliche Einsatz von Papst Johannes XXIII., der als der "gute Papst für den Weltfrieden in die Geschichte einging". "Konflikte sind nicht mit Waffengewalt beizulegen", zitiert ihn Pfarrer Clemens Grünebach. Viel Beifall für Ockenfels Kritik

"Frieden und Gerechtigkeit - Das Erbe Johannes XXIII." beleuchtet Wolfgang Ockenfels, Professor für Christliche Sozialwissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier, in seinem Festreferat: "Um dem Frieden weltweit Geltung zu verschaffen, ist die katholische Kirche mit ihrem weltweiten Einfluss gefordert. Das Erbe Johannes XXIII. ist eine große Herausforderung für die Kirche", sagte Ockenfels und forderte die Zuhörer auf, sich für den Erhalt der Grundwerte, wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe, und Freiheit einzusetzen. Weiterhin verurteilte Ockenfels den islamischen Terror ("man kann mit dem Reich Gottes keine Politik machen") und kritisierte Staaten, die sich "aufführen wie Räuberbanden, um Kriege für den Frieden zu führen". Ockenfels wurde nach knapp einer Stunde mit viel Beifall von den Zuhörern verabschiedet. "In deinen Toren werd ich stehen, du freie Stadt Jerusalem", sang Rafael Klar mit den Besuchern abschließend, ehe Pastoralreferent Claus Wettmann, Leiter des Bildungswerkes, die Ausstellung "Die Edelsteine der Bibel - Das himmlische Jerusalem", im Foyer eröffnete. "Diese Ausstellung wurde eigens für den Katholikentag in Saarbrücken konzipiert und auch dort gezeigt", sagt Wettmann. Gezeigt werden zwölf in viereckige Holzböcke gefasste Edelsteine wie Saphir, Jaspis und Amethyst. Sie symbolisieren das himmlische Jerusalem. Die Ausstellung im Johanneshaus ist noch bis Sonntag, 2. Juli, geöffnet.