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Das Geld reicht für das Notwendigste

Das Geld reicht für das Notwendigste

Der Konzer Stadtrat hat beschlossen, Fördermittel für die 315 000 Euro teure Sanierung der restlichen drei Dächer des Freilichtmuseums Roscheiderhof beim Land zu beantragen. Prinzipiell freut sich Museumsleiter Ulrich Haas über Fördermittel. Allerdings ist er aufgrund der vielen laufenden Projekte in diesem Fall nicht traurig, wenn das Geld nicht so schnell kommt.

Konz. Im Freilichtmuseum Roscheiderhof tut sich derzeit einiges. Für die Waldbühne wird das Dach zusammengezimmert. Erst kürzlich wurde der Güterschuppen aufgebaut, der wegen der Sanierung der Bahnhofstraße von dort umziehen musste.
Und dann stehen da noch die regulären Instandhaltungsarbeiten auf dem Roscheider Gelände an, die in der Vergangenheit wegen der Sanierungsarbeiten an den ersten beiden Dächern zu kurz gekommen sind: Fenster, Türen und Fachwerkbauten müssen angestrichen, ein abgesackter Fußboden saniert werden. Es klemmt an vielen Ecken. Museumsleiter Ulrich Haas ist Kummer gewohnt und nimmt es mit Humor. "Das ist wie bei der Bundeswehr", sagt er.
Bei der großen Armee ist nicht ganz klar, wo es hakt, im kleinen Museum ist der Geldmangel das Problem. Haas: "Wir haben die Kapazitäten des Vereins Freilichtmuseum fast ausgeschöpft und wir dürfen ja keine Schulden machen."
Zwar wird zumindest das Projekt Waldbühne gefördert, doch für Förderprojekte gilt immer: Ein Eigenanteil ist Pflicht. Und genau das ist der Grund dafür, dass Haas auch nicht traurig darüber ist, wenn der nun vom Konzer Stadtrat einstimmig gefasste Beschluss für einen Förderantrag zur Sanierung der restlichen drei Museumsdächer nicht ganz so schnell zum Tragen kommt. 315 000 Euro kostet diese Sanierung. Die Stadt wird die Unterstützung aus dem Investitionsstock des Landes genauso für 2015 beantragen.
Haas: "Die ersten beiden Dächer waren schlimmer, da lief richtig das Wasser ins Haus. So weit ist es hier noch nicht, allerdings sind die Nägel am Durchrosten, so dass sich schon einige Schieferplatten gelöst haben."
Bei all den Ausgaben hofft der Museumsleiter nun allerdings erst einmal auf Einnahmen. Am Wochenende ist im Museum Keltertag und wieder eine Living-History-Aktion (siehe Extra). mai

Extra

Beim Keltertag im Freilichtmuseum Roscheider am Sonntag, 5. Oktober, von 11 bis 17 Uhr werden im Innenhof des Ausstellungsgebäudes Äpfel aus den Streuobstwiesen des Museums und aus der Region gekeltert. Der frische Most kann gekostet und gekauft werden. Um 15 Uhr spielen die Wengert-Stompers. Ansonsten gibt es frisches Bauernbrot und Kuchen aus dem Backhaus, Würstchen und "Schmieren" mit Griebenschmalz und Marmelade. Bereits am Samstag und auch am Sonntag wird im Freilichtmuseum das Spätmittelalter bei Living History lebendig. Am Samstag wird den Besuchern außerdem von 14 Uhr bis 16 Uhr Gelegenheit gegeben, unter dem Motto "Kunst und mehr…" alte Familienschätze fachmännisch begutachten zu lassen. maiExtra

Neben den großen Projekten wird auch der laufende Betrieb des Roscheiderhofs vom Land unterstützt. 127 800 Euro erhält das Museum laut aktueller Pressemitteilung in diesem Jahr von Kulturministerin Doris Ahnen. mai