Das Getreidefeld kommt zurück

KONZ. Eine riesige Installation des Künstlers Harald Pompl wird heute, Freitag, auf der Roscheider Höhe aufgestellt. Finanziert wurden die meterhohen Masten, für deren Aufstellung ein 60-Tonnen-Kran notwendig ist, mit Hilfe von Spendengeldern. Die Wiese soll so künstlerisch gestaltet und aufgewertet werden.

An der Roscheider Straße, oberhalb des Friedhofes, wird die Grünfläche von Bildhauer Harald Pompl künstlerisch gestaltet. Der in Nürnberg geborene Künstler hat das Stadtbild in Konz bereits mit seiner "Kreiselkunst" am Bahnhof Stadtmitte und am Saar-Brückenkopf entscheidend geprägt. In Roscheid werden nun sechs Flutlichtmaste aus verzinktem Stahl künstlerisch bearbeitet. Sie stammen von einem Baseballfeld der amerikanischen Armee. In Anlehnung die vormals vorherrschenden Getreidefeldlandschaft Roscheids sollen die Maste Getreideähren symbolisieren. Sie sind in sechs leuchtenden Farben lackiert und werden unter Aufsicht des Künstlers am Freitagmorgen aufgestellt. Die Maste lagen bereits mehrere Jahre ungenutzt in Trier-Ehrang, und Bürgermeister Winfried Manns kam schließlich auf die Idee, daraus etwas gestalten zu lassen. Nachdem auch ein geeigneter Standort für die massiven Stangen gefunden worden war, reichte Harald Pompl seinen Vorschlag ein. Am 30. Mai wurde dieser vom Kulturausschuss einstimmig angenommen. Finanziert wird die Konstruktion durch Spendengelder. Am Mittwoch wurden die einzelnen Stäbe vom Werkhof der Stadt Konz, wo sie lackiert und gelagert worden waren, in zwei Fahrten mit einem Tieflader nach Roscheid transportiert. Am Donnertag wurden die ehemaligen Flutlichtmaste an Ort und Stelle zusammengeschweißt und an den Schweißstellen farblich ausgebessert. Der Künstler gab Anleitungen. Die 16 Meter hohe Installation soll schließlich am heutigen Freitag in aller Frühe mit Hilfe eines 60-Tonnen-Krans aufgebaut werden. Schon von Weitem wird man dieses Kunstwerk sehen können. Die Zufahrt nach Roscheid bekommt ein neues, ein ureigenes Bild.

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