Das Gute liegt so nah

KONZ. Die warmen Sommertage haben der Verbandsgemeinde Konz viele Besucher beschert. Besonders Gäste aus Nordrhein-Westfalen, Belgien und den Niederlanden genießen in ihrem Urlaub gerne die Vorzüge der Region.

"Die Saison läuft sehr gut", sagt Stefanie Koch, Geschäftsführerin der Saar-Obermosel-Touristik (SOT). Der Start der Urlaubssaison habe sich wegen des schlechten Wetters im Frühjahr leicht verzögert, erklärt sie. Auch die eher verregneten Feiertage haben offenbar viele Menschen davon abgehalten, für ein paar Tage in den Kurzurlaub abzutauchen. Die Touristiker hätten deshalb bereits etwas Sorge gehabt: "Wir hatten schon den Eindruck, dass niemand Lust auf Deutschland-Urlaub hat", sagt sie auf TV-Anfrage. Mit dem Sonnenschein kommen die Touristen

Doch dieser Eindruck hielt nicht lange an: Mit dem "Superwetter", das zeitgleich mit der Fußball-Weltmeisterschaft Einzug in Deutschland hielt, kamen auch die Touristen in die Verbandsgemeinde (VG) Konz. "Wir haben auch gemerkt, dass die Werbeaktivitäten etwas gebracht haben", sagt die Geschäftsführerin. Grundsätzlich stellt die SOT einen Trend zur kurzfristigen Urlaubsplanung fest, die immer häufiger via Internet und E-Mail läuft. Diese Urlauber haben nach Angaben von Stefanie Koch dann bereits ganz konkrete Pläne, wo genau sie für wie viel Geld wie lange ihren Urlaub verbringen wollen. Viele Urlauber seien bereit, viel Geld für den Urlaub in der VG Konz auszugeben, andere bevorzugten eher die günstige Variante. "Die Mittelschicht ist weggebrochen", schildert Koch die Entwicklung, die sie mit einem allgemeinen Trend erklärt. Rund 80 Euro gibt ein Urlaubsgast pro Tag durchschnittlich in der Region aus. Grundsätzlich machen hauptsächlich zwei Gruppen Urlaub in der Region: Zum einen verbringen besonders Gäste aus Nordrhein-Westfalen ihren Kurzurlaub mit bis zu fünf Tagen an Saar und Mosel. "Die Gegend ist ideal, um Sternfahrten mit dem Fahrrad zu machen, ohne eine Strecke mehrmals fahren zu müssen", erklärt die Geschäftsführerin. Die zweite Gruppe, die sich in der VG erholt, besteht vorwiegend aus Belgiern und Niederländern, die in ihrem Jahresurlaub (bis zu zwei Wochen) die Region erkunden. Das etwas schlechtere Wetter in den vergangenen Wochen trübt die positive Zwischenbilanz der SOT bislang nicht: "Das hat uns nichts ausgemacht." Deshalb blickt Stefanie Koch mit einem guten Gefühl auf die kommenden Wochen. "Wir rechnen mit positiven Zahlen. Das wird ein gutes Jahr. Die Region ist gefragt", so ihre Einschätzung. Stammgäste in der Region

Dies belegt auch eine Gästebefragung, mit der die SOT die Zufriedenheit der Besucher untersucht. "Wir haben durchweg positive Resonanzen bekommen", sagt Koch. Viel Lob hat es nach ihren Angaben für die Rad- und Wanderwege gegeben. Besonders stolz sind die Tourismus-Experten darauf, dass 98 Prozent der Befragten gesagt haben, sie würden die Ferienregion weiterempfehlen. Die Zufriedenheit der Gäste spiegelt sich auch in einem weiteren Ergebnis der Befragung wider: 62 Prozent der Besucher waren bereits einmal in der Region Saar-Obermosel zu Gast.

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