1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Das Haus der Jugend wird aufgemöbelt

Das Haus der Jugend wird aufgemöbelt

Nach Jahren passiert etwas im Haus der Jugend in Konz: Von außen wird das Gebäude derzeit gestrichen. Eine neue Küche wurde bereits eingebaut; sie ermöglicht neue Angebote rund ums Kochen.

Konz. Die dritte Generation von Jugendlichen bevölkert mittlerweile das Konzer Haus der Jugend. Das heißt, auch Enkel ehemaliger HdJ-Besucher tauchen mittlerweile in der Einrichtung auf. Sie wurde 1977 in einem Altbau an der viel befahrenen Wiltinger Straße eröffnet.
"Gesundes Essen ist Thema"


Dass das Haus der Jugend in die Jahre gekommen ist, sah man dem Gebäude zuletzt deutlich an. Einige Beschwerden darüber waren Dietmar Grundheber, dem Geschäftsführer des Trägervereins Jugendnetzwerks Konz (Junetko), in der Vergangenheit bereits zu Ohren gekommen.
Doch damit ist jetzt Schluss. Derzeit wird das Haus von außen angestrichen. Kostenpunkt: rund 20 000 Euro. Eine neue Küche wurde bereits für 30 000 Euro eingebaut. Sie entspricht den aktuellen Anforderungen und die sind hoch: Die Küche besteht aus Edelstahl, ist mit zwei Spül- und einem Handwaschbecken ausgestattet, einem Kombigarer sowie drei großen Kühlschränken, in denen die Lebensmittel nach bestimmten Regeln getrennt aufbewahrt werden müssen.
Vor dem Einbau der Küche wurde baulich einiges verändert. Das Fotolabor musste weichen, eine Wand wurde eingerissen, jede Menge Leitungen wurden verlegt. In dem neuen Funktionsraum wird nicht nur das Essen zubereitet, um die bis zu 150 hungrigen Mäuler des Ferienprogramms zu stopfen. Dort sollen künftig auch Jugendliche kochen können. Grundheber: "Gesundes Essen ist ein Thema. Viele junge Leute kennen aber auch die kommunikative Seite des Essens nicht mehr, weil die Mahlzeiten zu Hause oft nicht mehr gemeinsam eingenommen werden."
Dass die Sanierung des Hauses der Jugend mehr als zehn Jahre auf sich hat warten lassen, hat nicht nur den Grund, dass die Mühlen der Verwaltung langsam mahlen, insbesondere wenn es um das allerorts knappe Geld geht. Dahinter steckt auch der Wunsch nach einem neuen Raumkonzept, der nur durch einen Umzug des kompletten HdJ hätte verwirklicht werden können. Doch fand sich dafür keine neue Bleibe, irgendetwas hat immer nicht gepasst. Grundheber: "Uns fehlt ein größerer Raum für den Jugendkulturbereich, also für Konzerte und Partys." Musik und Tanz seien zentrale Themen der Jugendlichen. Und Party heißt im Haus der Jugend nicht einfach nur hingehen und konsumieren. Grundheber: "Es geht darum, dass Jugendliche selbst etwas organisieren, Teamarbeit lernen und Ideen entwickeln." Das Haus der Jugend will ihnen dafür Entwicklungsräume bieten. Nun wird also die alte Bleibe der Jugendlichen sukzessive saniert. Nach dem Außenanstrich sollen die sanitären Anlagen und das Jugendcafé erneuert werden. In Letzteres wird eine Schallschutzdecke zusätzlich eingebaut.Extra

Zu den vielfältigen Angeboten des Hauses der Jugend gehören Jugendcafé, Tanzstudio, Kletterkurse, Comic-Zeichnen, Kinderangebote wie Kreativatelier und Computerschule, Ferienangebote wie Tanzcamp und Adventure Week. Viele der Angebote seien ausgelastet, sagt Geschäftsführer Dietmar Grundheber. Zum Teil gebe es Wartelisten. Eine Gesamtteilnehmerzahl hat er bislang nicht ermittelt. Mehr Infos unter <%LINK auto="true" href="http://www.junetko.de" class="more" text="www.junetko.de"%> mai