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Das Jahreskonzert hat Laune gemacht auf das große Jubiläum 100 Jahre Hermeskeiler Stadtkapelle 2019.

Konzert : Kraftvolle Klänge und ein beeindruckendes Debüt

Das Jahreskonzert hat Laune gemacht auf das große Jubiläum 100 Jahre Hermeskeiler Stadtkapelle 2019.

Carl Orffs „O Fortuna“ seiner Carmina Burana zieht das Publikum in Bann. Knapp 60 Musiker der Stadtkapelle Hermeskeil stimmen mit dem Arrangement von Jay Bocook auf einen spannenden Abend ein. Auf den kraftvollen Auftakt folgt ein beeindruckendes Debüt von Klarinettist Tobias Probst, der mit seinem ersten Soloauftritt bei einem Stadtkapellenkonzert überzeugt. Scheinbar mühelos spielt sich der 17-Jährige durch die wechselnden musikalischen Stimmungen von Carl Maria von Webers „Concertino“, bearbeitet von Siegmund Goldhammer. Das Publikum würdigte das mit begeistertem Applaus, den auch Leo Ries (33) erntete, der zweite Solist des Abends. Treuen Konzertbesuchern ist er seit Jahren bekannt als talentierter Multi-Instrumentalist, was er nun am Vibraphon ein weiteres Mal bewies.

Dazwischen entführte die von Gerhard Piroth dirigierte Stadtkapelle ins prunkvolle Reich der Perser und zu Olympischen Spielen, bevor sie in rasantem Tempo irische Lebensfreude nachempfinden ließ. Moderator Jens Kaub malte das jeweils mit wissenswerten Hintergrundinformationen aus. So wie zur Hommage an den Sänger Tom Jones, auf den ein Saxofon-Quartett – Kristina Malburg und Tobias Probst (Alt), Sophie Schäfer (Tenor), Sebastian Schneider (Bariton) – einstimmte. Die abwechslungsreiche musikalische Reise machte Laune auf die Termine im Jubiläumsjahr „100 Jahre Stadtkapelle“ 2019 (siehe Info-Box). 1919 gründete sich ein Musikverein, aus dem 1972 die Stadt- und 30 Jahre später die Jugendkapelle sowie der Musikzug des Technischen Hilfswerks (THW) hervorgingen.

Und immer wieder stellten sich am Konzertabend neue Musiker vor. So wie dieses Mal Saxofonistin Nele Klauck, Hornistin Elisa Eiden und Klarinettistin Elke Weidinger, eine der Schwestern im Franziskanerkloster.

Jürgen Linster aus Saarburg zeigte sich positiv überrascht nach seinem ersten Besuch eines Stadtkapellenkonzerts. Der Name „Kapelle“ sei allerdings untertrieben: „Das ist ein tolles Orchester.“ Das sei „ein richtig schöner supertoller Abend“, bestätigte Anne Beyer, eine treue Besucherin aus Abtei, deren Patenkind im Orchester spielt.  Eine 78-Jährige aus dem Stadtteil ist schon deshalb immer wieder gern dabei, um ihren Enkel zu hören. „Das war wunderschön“, lobte sie das Konzert im Rahmen der Reihe Hermeskeiler Kultur(er)leben. Stadtkapellen-Vorsitzender Tim Kaub wies auf die Nachwuchsarbeit hin. Die „Mukis“ des Vereins ermöglichen es bereits Grundschülern, regelmäßig zu proben, unterstützt von der Kreismusikschule und der Karl-und-Katharina-Heil-Stiftung.