Das Mühlrad klappert

KONZ. Strahlende Gesichter, erwartungsvolle Blicke, Musik, kurze Ansprachen – dann war es so weit: Nach rund 16 Jahren Planung, Zupacken, Konstruktions-, Um- und Neubauarbeiten wurde am Wochenende der Schieber der restaurierten Ölmühle Niedermennig endlich geöffnet. Das Mühlrad drehte sich wieder, und im Inneren kreiste der schwere Mühlstein wie in alten Zeiten.

Sichtlich zufrieden eröffnete Ortsvorsteher Dieter Klever die "offizielle Einweihung der Ölmühle Konz-Niedermennig", wie es in der Einladung hieß. Nach einer kurzen Einleitung gab er das Wort an Stadt- und Verbandsbürgermeister Winfried Manns weiter, der allen an dem Rettungswerk Beteiligten für ihren Einsatz bei der Rettung des Stücks Tälchen-Kulturgeschichte dankte.Jede Menge Lob für die Helfer

Manns erinnerte an die Nutzung vielfältiger Fördermöglichkeiten, welche die Restaurierung des nach dem Ende des Mühlenbetriebs im Jahr 1967 dem Verfall preisgegebenen Mühlengebäudes samt Mahlwerk aus dem Jahr 1849 möglich gemacht hat. Er sparte nicht mit Lob für den gesamten Ortsbeirat und die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins, die sich jahrelang für die Restaurierung eingesetzt hatten. Mit viel Beifall bedachte Lobesworte fand auch Ortsvorsteher Dieter Klever für alle Beteiligten, der eindrucksvoll die Gefühle schilderte, welche die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen und Tagen vor der Einweihung beherrschten: Ist an alles gedacht worden? Wird das reparierte und teils rekonstruierte Mahlwerk funktionieren? In seinen Dank schloss Klever die Mitarbeiter der Verwaltung - an der Spitze Bürgermeister Manns - ein: "Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr offenes Ohr. Sie haben immer alles in die Wege geleitet und versucht zu helfen." Sein Dank galt auch dem städtischen Bauhof mit allen seinen Mitarbeitern. Es heißt wieder: Wasser marsch!

Stellvertretend für die vielen Menschen, die sich bei der Restaurierung der alten Ölmühle engagiert haben, seien hier Erwin Zimmer, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, Heimatforscher Rudolf Molter (der einen umfassenden Überblick über das Mühlenwesen in Bezirk gab) sowie Klaus Willems und Emil Hölzmer genannt, die laut Klever wegen ihres besonderen Einsatzes den Schieber des Wasserzulaufs öffnen durften. Klever schloss in seine besonderen Dankesworte auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Niedermennig und Krettnach-Obermennig ein. Für die musikalische Einleitung der Feier sorgte der Musikverein Oberbillig.