Das neue Herz von Kirf

Die Ortsgemeinde Kirf hat erstmals einen Dorfmittelpunkt. Mit dem neuen Dorfplatz hat das Dorf deutlich an Attraktivität gewonnen. Auf 300 Quadratmetern neben der Feuerwehr kann gefeiert werden. Der Platz soll aber auch als Treffpunkt und als Oase der Ruhe dienen.

Anwohner des neuen Dorfplatzes in Kirf haben am Vorabend der Platzeinweihung einen Kinoabend veranstaltet. Als Leinwand diente der Giebel des Feuerwehrgerätehauses. Früher hätte da eine alte Scheune im Weg gestanden. "Wir Nachbarn wollen das jetzt regelmäßig machen", verspricht Ursula Dick.

Mit dem 300 Quadratmeter großen neuen Dorfplatz hat Kirf nicht nur einen neuen Mittelpunkt, sondern auch neue Möglichkeiten der Begegnung und des Feierns. "Das ist eine deutliche Aufwertung unseres Ortes", freut sich René Fontaine, Gast beim Einweihungsfest. Bei leichtem Regen ließ sich das Männerquartett Meurich nicht von feierlichen Gesängen auf Latein unter der Leitung von Alexander Kranz abhalten. Bei Pastor Kardas mischte sich Weihwasser mit dem Segen von oben.
Seinen Respekt zollte Pastor Kardas allen, die an der Gestaltung des Platzes mitgewirkt haben. Der Platz sei ein verbindendes Element für die Menschen. Ortsbürgermeister Josef Krug freute sich, dass der Platz nach drei Jahren Planung und Bauzeit endlich fertig ist: "Die Idee zu diesem Platz hatte noch mein Vorgänger Adolf Ternes."

Kreisbeigeordneter Dieter Schmitt gratulierte der Dorfgemeinschaft: "Es geht um die Lebens- und Wohnqualität in den Dörfern, gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel." Den Glückwunsch der Verbandsgemeinde Saarburg überbrachte Jürgen Dixius: "Das ganze Areal kommt jetzt viel besser zur Geltung. Das Dorfbild hat sich deutlich verbessert."Gepflegt wird das neue Herz von Kirf von Gemeindearbeiter Thomas Altenhofen. Doch zunächst feierte der 420-Seelen-Ort tüchtig seinen neuen Mittelpunkt. Auch der Wettergott hatte schließlich nichts mehr dagegen und schickte wärmende Sonnenstrahlen.Extra

Der Kirfer Dorfplatz hat rund 95 000 Euro gekostet. Die Dorfgemeinschaft erbrachte Eigenleistungen im Wert von 6000 Euro. Rund 40 000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes flossen in das Projekt. Der Abriss der alten Scheune kostete 22 000 Euro. Der Ankauf des Grundstückes 31 000 Euro. Die Gestaltung des Platzes schlug mit 28 000 Euro zu Buche. 2000 Euro kamen vom RWE für die Bepflanzung und zwei Ruhebänke. Der Rest sind Planungskosten. Die endgültigen Abrechnungen der Baufirmen stehen noch aus. doth