Das Publikum reagiert

BERNKASTEL-KUES. (red) Die Rebfläche an Mosel-Saar-Ruwer geht zurück. Damit steht auch der Weinwerbung weniger Geld zur Verfügung. Die Arbeit beeinträchtigt dies aber nicht.

Weinbaupräsident Adolf Schmitt ist für weitere zwei Jahre Vorsitzender der Weinwerbung Mosel-Saar-Ruwer. In der Mitgliederversammlung des Mosel-Saar-Ruwer Wein e.V. im Weinmuseum in Bernkastel-Kues wurde Schmitt einstimmig in seinem Amt bestätigt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung einstimmig Karl-Heinz Frieden (Nittel) sowie Karl Kirch (Mertesdorf).Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Albert Kallfelz aus Zell-Merl gehört dem Vorstand künftig als Beisitzer an. Auch Werner Kirchhoff (Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Moselland eG) ist weiterhin im Vorstand der Weinwerbung. Neu in diesem Gremium sind die 42-jährige Winzerin Gisela Kirchen aus Konz-Oberemmel und der 37-jährige Christian Friederich aus Zell-Kaimt. Sie nehmen die Plätze von Maria Schmitz (Wiltingen) und Carl Schnitzius (Kröv) ein, die nicht mehr kandidierten.Gisela Kirchen setzte sich in geheimer Wahl gegen ihre Winzerkollegin Hildegard Moritz aus Pommern durch, die sich ebenfalls als Nachfolgerin von Maria Schmitz beworben hatte.Maria Schmitz war 1988 als erste Frau ins Kuratorium des Mosel-Saar-Ruwer Wein e.V. gewählt worden.In den vergangenen vier Jahren gehörte sie dem Vorstand an. Maria Schmitz wird die Fahne für die Weinregion weiter hoch halten: Statt eines Blumenstraußes übergab ihr Adolf Schmitt eine Fahne mit dem neuen Logo der Weinwerbung.Die Jahresrechnung 2002 schloss mit Einnahmen von 1 258 448 Euro und Ausgaben von 1 032 427 Euro ab. Im Etat 2003 sind Einnahmen und Ausgaben von rund 1,17 Millionen Euro vorgesehen. Mehr als drei Viertel des Etats werden für Veranstaltungen, Marketingaktivitäten sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben.Adolf Schmitt machte deutlich, dass durch den Rückgang der Rebfläche an Mosel, Saar und Ruwer immer weniger Geld für die Weinwerbung zur Verfügung steht. Der Mosel-Saar-Ruwer Wein e.V. finanziert seine Marketingarbeit zum größten Teil aus den Winzerabgaben, die sich nach der Rebfläche errechnen. Die Beiträge der derzeit 1068 Mitglieder (davon 842 Winzer) machen nur rund zehn Prozent der Einnahmen aus.Trotz der immer geringeren Einnahmen habe die Weinwerbung 2002 sowie im ersten Halbjahr 2003 viele öffentlichkeitswirksamen Aktionen organisiert. "Mit den bescheidenen Mitteln, die wir haben, bringen wir ein Maximum an Leistung", sagte Schmitt.Einen Schwerpunkt der Aktivitäten bilde die intensive Pressearbeit, die sich laut Schmitt in einer nie da gewesenen, sehr positiven Darstellung der Weinregion in den Medien widerspiegele. Generell bestehe in der Medienlandschaft ein großes Interesse am Thema Wein, sagte Ansgar Schmitz, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.Dies gelte nicht nur für die Weinfach- und Gastronomiepresse, sondern zunehmend für die Publikumspresse. Derzeit lässt die Weinwerbung einen Film über Mosel-Saar-Ruwer produzieren, der bei Messen und Veranstaltungen zum Einsatz kommen und in- und ausländischen Fernsehsendern zur Verfügung gestellt werden soll.