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Das sagt Kirf zu den Plänen aus Mainz

Das sagt Kirf zu den Plänen aus Mainz

Zum Landesentwicklungsplan Natura 2000 bittet das Land um Stellungnahmen der betroffenen Kommunen. Bei der Bewertung des Plans geraten die Kirfer Ortsvertreter in eine ausführliche Diskussion. Die Landwirtschaft soll nicht benachteiligt werden, so ihre Forderung.

Kirf. Revierförster Georg Haupert saß diesmal länger im Kirfer Ortsgemeinderat. Sein Forstwirtschaftsplan für die 170 Hektar Wald wird im neuen Jahr wohl 1230 Euro abwerfen. Das wurde einstimmig gebilligt. Aber dann wurde es kompliziert.
Die Umwelt und Landschaftsgestaltung, so wie sie sich das Umweltministerium in Mainz vorstellt, ist keine leichte Kost. Die Ortsgemeinde soll Stellung nehmen zur dritten Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplanes (LEP IV). Über die Bewirtschaftungsplanung für FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat) im Zuge von Natura 2000 muss Kirf seine Meinung abgeben.Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Dixius half bei der Erklärung: "Landschaftsgebiete in Teilen Kirfs stehen unter Schutz. Es darf durch die Gestaltung jedoch keine Verschlechterung eintreten, weder für den Menschen, noch die Natur." Es werde ein Biotopbetreuer vom Land berufen, der alle Maßnahmen mit der Gemeinde und den Grundstückseigentümern abspricht.
"Da wird doch in Eigentumsrechte eingegriffen", stellte Norbert Zehren fest. Das Einvernehmen wurde nur mit der Einschränkung erteilt, dass vom Umweltministerium noch nähere Erläuterungen bezüglich der landwirtschaftlichen Nutzung betroffener Flächen kommen.
Vom Umweltministerium festgelegt wurde auch, dass künftige, größere und stärkere Windkraftanlagen weiter vom bewohnten Gebiet entfernt errichtet werden müssen. "1000 Meter sind vorgeschrieben, die nur auf 900 Meter unterschritten werden dürfen, wenn es weniger Anlagen sind als vorher." Karl-Heinz Jakob entgegnete: "Derzeit ist die Entfernung mit 600 Metern schon ausgereizt."
Sicher ist die Erhöhung des Sachkostenzuschusses für die Kita in Freudenburg, die rund 30 Kirfer Kinder besuchen. Der Zuschuss, den Kirf zahlen muss, hat sich um 1600 Euro auf 5300 Euro erhöht. Den größten Kostensprung verursachten die Biostoffkosten von 1050 Euro. Gemeint sind die regelmäßigen Untersuchungen der Kita-Mitarbeiter zu deren Impfstatus, was laut einem Gerichtsurteil zu den Sachkosten gezählt werden muss. Der Kirfer Anteil wurde jetzt auf 1152 Euro festgesetzt. "Die unter Zweijährigen erhöhen die Kosten außerdem", ergänzte Jürgen Dixius. Wickeln, waschen, mehr Hygieneaufwand macht den Kita-Betrieb teurer. Bei zwei Neinstimmen und eine Enthaltung wurde die Erhöhung gebilligt. doth
Extra

Verpflichtung und Ehrung: Roswitha Kerpen ist im Kirfer Ortsgemeinderat für Graham Cheshire nachgerückt, der jetzt nicht mehr im Ort wohnt. Sie wurde auch in den Rechnungsprüfungsausschuss berufen. Die Verdienste von Thomas Gronimus in 20 Jahren kommunalpolitischer Tätigkeit im Rat und als Meuricher Ortsvorsteher wurden von Ortsbürgermeister Josef Krug mit einer Urkunde gewürdigt. doth