"Das sah alles so echt aus"

TABEN-RODT. Vier Schwerverletzte und erheblicher Sachschaden lautete die Bilanz eines Verkehrsunfalls in der Nähe des Waldfestplatzes. Doch das "Blut der Unfallopfer" bestand aus Schminke, und die beteiligten Fahrzeuge waren vor dem "Zusammenstoß" demoliert.

Das Szenario war erschreckend: Weil der jugendliche Fahrer eines Opel Kadett zu schnell fuhr, geriet er in einer Kurve ins Schleudern. Ein entgegenkommender Traktor versuchte auszuweichen und erfasste dabei ein Kind, das die Straße mit seinem Fahrrad überqueren wollte. Doch der Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge war nicht mehr zu verhindern.Kurze Zeit später waren von weitem die Martinshörner der Rettungsdienste zu hören, die zum "Unfallort" fuhren. Mittels Rettungsschere und Spreizer machten sich die Helfer daran, den in seinem Kadett eingeklemmten "Raser" zu befreien. Notarztwagen nahmen die Verletzten auf.Gebannt verfolgten die gut 300 Gäste das Geschehen am Waldfestplatz in Taben-Rodt. "Das sah alles so echt aus", lautete der Kommentar eines erstaunten Zuschauers. Doch es sei beruhigend zu sehen, wie professionell die Hilfskräfte gearbeitet haben.Auch Bernhard Stocky, Bereitschaftsleiter beim Saarburger Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), zeigte sich nach der Übung zufrieden: "Es hat alles reibungslos funktioniert." Und schmunzelnd fügte er hinzu, die zahlreichen "Schaulustigen" seien dabei ausnahmsweise kein Hindernis gewesen. "Im Ernstfall sehen wir so genannte Gaffer aber nicht gerne, weil sie die Rettungsarbeiten stark beeinträchtigen können", unterstrich Stocky.Zum dritten Mal lud die Tabener Ortsgruppe des DRK zum Tag der Hilfe ein. Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, die Leistungsfähigkeit der Rettungsdienste zu demonstrieren. Doch nicht nur die Ausstellung von Fahrzeugen und technischem Gerät sollte dazu beitragen.Übung zeigt den Leistungsstand am besten

"Eine Schauübung veranschaulicht am besten, zu welchen Leistungen unsere Leute imstande sind", betonte Elke Weidert, Zugführerin und Jugendleiterin beim DRK Taben-Rodt.Weidert ist Chefin von rund 40 Aktiven und leitet das 1999 gegründete Tabener Jugendrotkreuz (JRK), dem zehn Mädchen und Jungen im Alter zwischen acht und 16 Jahren angehören.Neben der Demonstration von Einsatzbereitschaft sollte auch der Spaß auf dem Waldfestplatz nicht zu kurz kommen. Zur Unterhaltung der zahlreichen Besucher traten das Jugendorchester und die Volkstanzgruppe Taben-Rodt auf. Für die kleinen Festgäste gab es eine Kinderbelustigung.Außer den DRK-Gruppen aus Taben-Rodt und Saarburg nahmen auch die Feuerwehren aus Taben-Rodt und Saarburg sowie der Malteser Hilfsdienst aus Trier-Irsch am Tag der Hilfe teil.Zugführerin Elke Weidert zog Bilanz: "Ich bin davon überzeugt, dass wir eindrucksvoll bewiesen haben, für den Fall der Fälle gerüstet zu sein."

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