Das Schöffenbuch von Konz

KONZ. (woc) Kreditaufnahmen, Testamente und Vollstreckungen: Worum sich die Konzer in der frühen Neuzeit stritten, ist in dem Konzer Schöffenbuch nachzulesen, das der Heimatforscher Rudolf Molter übersetzt hat.

Sein Buch stellt er am Freitag, 16. März, um 20 Uhr in der Stadtbibliothek vor. Ein neunköpfiges Schöffengericht hat nach dem Mittelalter in Konz über kleinere Rechtsstreitigkeiten der Bürger entschieden. Worüber die Konzer sich in den Jahren 1545 bis 1732 stritten, wurde penibel in einem Gerichts-Schöffenbuch aufgezeichnet. Dieses Büchlein hat der Konzer Heimatforscher und Chronist Rudolf Molter in der Trierer Stadtbibliothek ausfindig gemacht. Die handschriftlichen Protokolle, Urkunden und Texte der so genannten niederen Grundgerichtsbarkeit von Konz hat Molter akribisch in die heutige Sprache übersetzt. Am Freitag, 16. März, stellt er das so entstandene kleine Buch ab 20 Uhr in der Konzer Stadtbibliothek vor. "Insgesamt 572 Eintragungen habe ich verkürzt übersetzt", erklärt Rudolf Molter. "Die Beschreibung der kleinen Rechtsfälle gibt einen spannenden Einblick in die Geschichte von Konz und der Region." Nach der Buchvorstellung können vom Autor signierte Exemplare gekauft werden.