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Defekte Leitung soll Brand verursacht haben

Defekte Leitung soll Brand verursacht haben

Nach dem Großbrand in Konz-Niedermennig, bei dem das historische Weingut Falkensteinerhof zu großen Teilen zerstört worden ist, vermutet die Polizei einen technischen Defekt als Brandursache. Die Kripo-Beamten konnten den Brandort bisher aber nicht wie geplant untersuchen. Das Gebäude ist immer noch einsturzgefährdet.

Konz-Niedermennig. Die Kripo geht davon aus, dass das Feuer im Falkensteinerhof in Konz-Niedermennig, bei dem in der Nacht zum Donnerstag sechs Menschen verletzt wurden, im mittleren Gebäudeteil ausgebrochen ist. Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass der Brand im Arbeitszimmer des schwer verletzten Eigentümers im Bereich der Stromleitungen auf dem Boden ausgebrochen ist. Die Polizei hat laut Pressestelle keine Hinweise auf vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung. Die Brandermittler konnten am Freitag noch nicht in das Gebäude vordringen, weil es einsturzgefährdet ist. Nähere Untersuchungen seien erst möglich, wenn eine Firma das Gebäude abgestützt habe, heißt es auf TV-Anfrage.
Die Löscharbeiten dauerten von 1.55 Uhr bis 22 Uhr am Donnerstagabend. Die Wehrleute mussten wegen der Einsturzgefahr unter anderem einen Spezialkran beim Löschen einsetzen. Von 22 Uhr bis 9 Uhr am Freitagmorgen haben Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Niedermennig alle zwei Stunden den Brandort begutachtet, bis die Entwarnung kam.
Bei dem Brand waren in der Nacht zum Donnerstag vier Bewohner, ein Feuerwehrmann und ein Sanitäter zum Teil schwer verletzt worden. Das ehemalige Weingut des Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, Baujahr 1926, ist ein Kulturdenkmal. Die jetzigen Besitzer haben es 1985 übernommen und saniert. cmk