Dem Mammut auf den Zahn gefühlt

Ein neuer Geolehrpfad ist im Rahmen einer Feierstunde im Bürgerhaus Nittel eingeweiht worden. 15 Tafeln auf deutscher wie luxemburgischer Seite geben Informationen zur Erdgeschichte und erklären die Bedeutung geologischer Funde an der Obermosel.

Nittel. Angefangen hatte alles 2009. Damals entdeckten Arbeiter bei der Sanierung des Nitteler Bahntunnels zwei Stoßzähne eines Mammuts. "Dieser Fund hat mich nicht mehr losgelassen", sagt der Geologe Michael Ullmann. Eine Untersuchung ergab, dass die Zähne rund 42 000 Jahre alt sind.
Bürgermeister schnell überzeugt


Ullmann forschte weiter. Er wollte jedoch seine Entdeckung nicht für sich behalten und so kam der Gedanke, einen Geolehrpfad zu errichten, der öffentlich zugänglich ist und möglichst vielen Menschen das Wissen über die Erdgeschichte näherbringen kann. Unterstützung erhielt er von Birgit Kausch, Forscherin im Fachbereich Geografie an der Uni Trier, die alle Informationen sammelte. Aber auch die Bürgermeister Hans-Josef Wietor (Nittel) und Hans Dostert (Wellen) waren schnell überzeugt. "Die Zusammenarbeit mit den Geologen hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben viel gelernt", sagt Dostert. "Ein weiteres touristisches Highlight für die Region ist entstanden." Sein Nitteler Amtskollege Wietor unterstrich auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den beiden deutschen Gemeinden und dem luxemburgischen Wormeldingen. Auch für Karl-Heinz Frieden, Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Konz, ist der Lehrpfad ein Beispiel dafür, wie Nationen kooperieren können.