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Den 40-Tonnern den Kampf angesagt

Den 40-Tonnern den Kampf angesagt

FÖHREN. In einer gemeinsamen, kreisüberschreitenden Gemeinderatssitzung haben Föhren, Hetzerath und Naurath/Eifel eine Resolution gegen den stark angestiegenen LKW-Durchgangsverkehr auf den Weg gebracht.

Die Bewohner der drei betroffenen Gemeinden in den Kreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich haben unter den Folgen der LKW-Maut besonders zu leiden. Seit die A 1 Trier-Koblenz für die Brummis kostenpflichtig ist, bevorzugen die Fahrer die parallel verlaufenden Landes- und Kreisstraßen. Dies gilt sowohl für den Fernverkehr als auch für Schwerlastfahrzeuge heimischer Kies- und Baustofffirmen. Schon in der Vergangenheit wurden die Ortsdurchfahrten von Föhren (L 47, L 48, K 38), Hetzerath (L 141) und Naurath/Eifel (K 36) von starkem Schwerlast-Durchgangsverkehr frequentiert. Seit Beginn der Mautpflicht Anfang Januar 2005 ist die Situation in den drei Orten für die Anrainer unerträglich geworden (der TV berichtete mehrfach). Konkrete Vergleichszahlen liegen zwar noch nicht vor - doch in allen Gemeinden wird die Zunahme der täglichen LKW-Durchfahrten auf etwa 50 Prozent geschätzt. Da Einzelappelle an die Verantwortlichen in den Kreisverwaltungen und bei der Straßenbaubehörde ohne Wirkung blieben, wollen die drei Gemeinden nun gemeinsam marschieren. Am Donnerstag trafen sich in der IRT-Verwaltung Föhren die Gemeinderäte der Orte zu einer "Maut-Sondersitzung", bei der die Ortsbürgermeister Jürgen Reinehr (Föhren), Paul-Gerhard Jahn (Naurath) und Otmar Mischo (Hetzerath) nochmals die Situation in den Dörfern schilderten und einen gemeinsam erarbeiteten Resolutionsentwurf zur Beratung vorlegten. Der in Einzelabstimmungen beschlossene Kernsatz lautet: "Die Gemeinderäte von Föhren, Hetzerath und Naurath fordern alle verantwortlichen Stellen auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Maut-Flüchtlinge aus den Orten fern zu halten." Zusätzlich fordern Naurath und Föhren ein Durchfahrtverbot für LKW über 7,5 Tonnen, während Hetzerath zunächst verdeckte Zählungen verlangt, um das genaue Ausmaß der Verkehrsbelastung festzustellen. Der Antrag der Bürgerliste Hetzerath, auch das Verbot einzufordern, wurde von der Mehrheit des Hetzerather Rats vorerst abgelehnt, da man Nachteile für heimische Betriebe nicht ausschließen konnte. Außerdem einigten sich die Räte auf gemeinsame Aktionstage gegen den Schwerlastverkehr.