Den klaren Durchblick in der Branche

Den klaren Durchblick in der Branche

SCHWEICH. (f.k.) In der rund 6800 Einwohner großen Stadt Schweich wird die Entwicklung von Einzelhandel und Gewerbe groß geschrieben. Der rechte Ort für Firmen wie Roman Wagner im Brunnenzentrum: Sie wurde nun zu den 100 besten inhabergeführten Optikgeschäften Deutschlands gekürt.

"Ich bin stolz auf das Optikerhandwerk", sagt der 47-jährige Roman Wagner. Und er wolle selbstständig sein. Auch für den Fall, dass er einmal weniger verdienen sollte als ein Angestellter. Seit 32 Jahren ist er nun als Optiker tätig. Nach der Lehre in Trier arbeitete er zunächst als Angestellter, bis er 1989 sein eigenes Geschäft im Schweicher Brunnenzentrum eröffnete. Die Konkurrenz ist auch in dieser Branche hart - besonders die großen Filialisten machen den Mittelständlern zu schaffen. Wagner präsentiert dazu eine kleine Statistik: Etwa 11 000 Optikergeschäfte gibt es in Deutschland. Davon werden rund 1280 Läden von den Filialisten betrieben. Das sind zwar nur 13 Prozent vom Gesamtbestand, doch diese "Minderheit" erzielt 39 Prozent des gesamten Umsatzes.Erfolg muss erarbeitet werden

Der Schweicher sieht sich dem jedoch gewachsen, zumal er inzwischen zusammen mit Teilhabern weitere Geschäfte im Kreis Trier-Saarburg, Trier und in Luxemburg betreibt. Doch allein der Geschäftsumfang, der sich auch auf die Einkaufskonditionen günstig auswirkt, besitzt nach Wagners Auffassung noch keine Erfolgsgarantie. Vielmehr komme es darauf an, wie ein Geschäft geführt werde. "Man muss sich am Kunden orientieren, sich dem Umfeld anpassen und sich stets auf der Höhe der Zeit bewegen", sagt er. An diesen Zielen habe er gearbeitet und dabei versucht, mit anderen aus der Branche zu korrespondieren - immer nach dem Motto "bei anderen das Beste finden und versuchen, es zu übernehmen". Wagner: "Natürlich kann das nicht immer gut gehen - was in Köln funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch in der Trierer Region passen." Da sei man auch mal aus Fehlern klug geworden.Preisverleihung mit Nina Ruge

Als der Schweicher dann von dem Wettbewerb "Top 100 Optiker 2006" erfuhr, zögerte er nicht und reichte seine Unterlagen ein. Die Jury aus Wissenschaft, Marketing und Publizistik, repräsentiert durch die Fachhochschule Gelsenkirchen, durch ein Wirtschafts-Service-Institut in Essen und durch die Branchen-Zeitschrift "Der Augenoptiker", ermittelte dann die "Top 100 Optiker" im deutschsprachigen Raum - darunter Roman Wagner aus Schweich. Die Preisverleihung fand in München statt. Die Urkunde wurde durch Fernsehmoderatorin Nina Ruge überreicht. Optikermeister Roman Wagner ist stolz auf das Erreichte, aber auf den Lorbeeren ausruhen will er sich nicht. Und bei allem bleibt er Realist - auch was die Entwicklungsfähigkeit der Stadt Schweich betrifft. Wagner: "Für Schweich gibt es Grenzen des Machbaren. Die Attraktivität Triers werden wir nie erreichen. Insbesondere hat Schweich keine Luxemburger Kundschaft."