Den Stein ins Rollen gebracht

KLÜSSERATH. (kat) Dorothea Madertz ist ein Organisationstalent, sie hat Gemeinschaftssinn, und wo die 53-Jährige auftaucht, da ist garantiert was los. Ihr neuestes Projekt: "Wir gründen eine Frauengruppe."

Die Berichte über Frauengruppen im TV haben Dorothea Madertz inspiriert, auch in Klüsserath Frauen zusammenzutrommeln, um Aktionen zu planen und zu klönen. "Das fehlt in unserem Dorf", sagt die zweifache Mutter. Gedacht, gehandelt. Mit dem Ortsbürgermeister hat sie längst gesprochen, die Frauen über das erste Treffen informiert, das heute im "Alten Ökonomiegebäude" stattfindet. Was wird die Klüsserather Frauen erwarten? "Heute informiert uns die Vorsitzende der Frauengruppe Trittenheim über Dinge, die wir wissen sollten. Als erstes Projekt ist ein Adventsnachmittag geplant." Es sei vorgesehen, Referenten zu verschiedenen Themen, von Erbangelegenheiten bis hin zu Ernährung, einzuladen und gemeinsame Spieleabende und Lesungen zu veranstalten. "Es wird sich entwickeln. Wichtig ist, dass Frauen ein bisschen zusammenkommen." Die Frauengruppe könne vor allem auch für Zugezogene eine Plattform sein, um schneller Kontakte zu knüpfen. Dorothea Madertz sieht sich als diejenige, die den Anstoß gibt. "Der Rahmen ist lose gesteckt. Die Frauen werden Ideen mitbringen, und sie werden sich einbringen", davon ist die gebürtige Trittenheimerin überzeugt. Sie hat ein Händchen fürs Organisieren und einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn. Das hat sie schon oft bewiesen: 2002 eröffnete sie ein Hoflädchen, in dem sie Produkte aus der eigenen Brennerei, Moselwein und Deko-Artikel verkauft. Zweimal im Jahr kümmert sich die Hobbymalerin darum, dass Aquarellkurse in ihrer Wahlheimat stattfinden. Sie unterstützt die Klüsserather Vinothek und ist im Karneval ein "noarisch Hoohn". Die aktive Karnevalistin der Karnevalsgesellschaft "Noarisch Hoohnen" tanzt, steigt in die Bütt - und organisiert mit. Seit zwei Jahren bewegt sie sich auf kommunalpolitischem Parkett. Sie ist eine der drei Frauen des Gemeinderats Klüsserath. Im September wurde sie zur Vorsitzenden der Brennereien des Kreisverbandes Trier-Saarburg gewählt. Auf die Frage, ob ihr die Verpflichtungen manchmal nicht zu viel werden, antwortet sie mit einem klaren "Nein". Ihr Motto: "Man muss was tun."

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort