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Der Bebauungsplan, der die Vergrößerung der Filiale in Konz ermöglichen soll, wird bald zur Beteiligung ausgelegt.

Kommunalpolitik : Ein Schritt zum Ausbau von Möbel Martin

Der Bebauungsplan, der die Vergrößerung der Filiale in Konz ermöglichen soll, wird bald zur Beteiligung ausgelegt. Für die Kunden gibt es schon im nächsten Jahr Neuerungen.

Redebedarf hatte der Stadtrat am Dienstagabend kaum. Den wichtigsten Tagesordnungspunkt, den Bebauungsplan für das Möbel-Martin-Gelände, verabschiedete das Gremium innerhalb weniger Minuten. Somit wird der Plan in den kommenden Tagen ausgelegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bürger, Behörden, Verbände und Kammern bekommen durch die sogenannte Offenlage die Möglichkeit, sich in das Verfahren einzubringen und ihre Bedenken zu äußern.

Laut dem vorgelegten Plan bekäme das saarländische Familienunternehmen Baurecht und die Option, seine Filiale von 26 500 auf 35 000 Quadratmeter zu erweitern. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat einem entsprechenden Zielabweichungs- und Raumordnungsverfahren  zugestimmt. Dabei wurde klar, dass einige Nachbarkommunen – darunter die Stadt Trier und die Verbandsgemeinde Saarburg – Bedenken haben wegen des Projekts. Knackpunkt ist einerseits die Größe des Vorhabens und damit verbundene mögliche Auswirkungen auf andere Möbelhäuser in der Region. Andererseits blicken die Kritiker skeptisch auf die geplante Vergrößerung der Verkaufsfläche für die „innenstadtrelevanten Randsortimente“ – zum Beispiel Hausrat, Porzellan oder Bilderrahmen – auf 2720 Quadratmeter (der TV berichtete).

Fragen kamen im Stadtrat nur noch zu möglichen Ausgleichsflächen für das Projekt auf, die bei der Offenlage ebenfalls bekannt gegeben werden müssen. Diese Flächen liegen laut Weber jedoch nicht auf dem Gebiet der Stadt Konz. Somit hätten weder die Verwaltung noch der Stadtrat Einfluss auf deren Gestaltung, erklärt der Bürgermeister. Der Stadtrat stimmte der Offenlage des Bebauungsplans bei einer Enthaltung einstimmig zu.

  Wann das Unternehmen die Vergrößerung umsetzt, mit der es nach dem Kichehaus in Kapellen (42 000 Quadratmeter) zum zweitgrößten Möbelhaus in der Region Trier/Luxemburg würde, ist noch unklar. Ein Unternehmenssprecher hatte vor der Stadtratssitzung gegenüber dem TV erklärt, dass 2021 zunächst die umfangreiche Erneuerung der bestehenden Filiale geplant sei. Der Bebauungsplan schaffe Baurecht für weitere Entwicklungen – möglicherweise noch in diesem Jahr. Darauf hoffe das Unternehmen.