Der Brand ist das Geheimnis
Alle zwei Jahre ist es so weit. Dann nämlich findet in der Regionalen Schule in Kell am See eine Feuerwehrübung statt, die im Vorfeld nur eines zum Ziel hat: absolute Geheimhaltung.
Kell am See. (hm) Aus dem Keller der Regionalen Schule in Kell am See quillt weißer Rauch ins Erdgeschoss. Kurz darauf ertönt das für einen Notfall eingerichtete Klingelsignal. Die Türen der sechs Schulklassen öffnen sich und die Lehrer geben ihren Schülern Anweisungen: "Eine Klasse nach der anderen geht aus dem Gebäude und stellt sich auf dem Schulhof auf. Beeilen, aber nicht überhastet laufen!" Während die Lehrer auf dem Hof die Anzahl der Schüler überprüfen, ertönt aus Richtung Ortsmitte das Martinshorn, kurz darauf erreichen mehrere Einsatzfahrzeuge das Schulgelände.
Wehrführer Kurt Waschbüsch und seine Leute informieren sich kurz, rollen Schläuche aus und stellen ein Gebläse auf.
Während zwei Feuerwehrleute mit Atemschutz und Wasserspritze in das Gebäude vordringen, sorgt ein starker Ventilator für klare Sicht im Treppenhaus.
Der Einsatz ist schnell beendet, denn der Aufwand der Übung spielt eine zweitrangige Rolle.
"Alle zwei Jahre führen wir eine solche Übung in unserer Schule durch", informiert Konrektor Herbert Behres. "Uns ist daran gelegen, den Schülern Verhaltensregeln für eine Notfallsituation in der Schule zu vermitteln, was ihnen auch im täglichen Leben hilfreich sein kann. Optimal verläuft die Übung, wenn absolut dichtgehalten wird und keiner der Schüler eine Ahnung hat. Nur so ist die Übung realistisch."