Saarburg: Der Burgberg ist Saarburgs Schatzkästchen

Saarburg : Der Burgberg ist Saarburgs Schatzkästchen

Gästeführer und Naturerlebnisbegleiter laden für Mittwoch, 11. September, zu einer Natur-Tour rund um das Wahrzeichen der Stadt ein.

Christiane Beyer ist qualifizierte Gästeführerin. Während ihrer jüngst abgeschlossenen Ausbildung zur Naturerlebnisbegleiterin hat sie ihre Abschlussarbeit zum Thema Artenvielfalt auf dem Burgberg verfasst. „Er ist für mich ein Schatzkästchen. Aber es ist wie so häufig: Man muss genau hinschauen, um die Juwelen zu finden und zu polieren“, sagt Christiane Beyer. Deshalb lädt sie gemeinsam mit ihrem Co-Autor Alexander Schumitz für Mittwoch, 11. September, 18.15 Uhr, zu einer zweistündigen Führung über den Burgberg in Saarburg ein. Start der Tour ist im Hof des Hauses Warsberg.

„Wir wollen die Menschen in Saarburg für die Natur im Herzen der Stadt sensibilisieren“, sagt Christiane Beyer. „Oft stellt man zwar den touristischen und den historischen Wert der Burg heraus. Aber für uns ist es genauso wichtig, sich anzuschauen, was hier wächst und lebt.“ So habe sich der Burgberg in den vergangenen zehn Jahren enorm verändert. Mit der Sanierung der Burganlage und dem Bau des Rundwanderwegs hätten sich Habitate teils sehr verändert. „Da lohnt es sich einmal, genauer hinzuschauen“, ist sich Christiane Beyer sicher.

 Der Burgberg in Saarburg ist die grüne Lunge der Stadt. Er reicht vom Haus Warsberg, also der Verbandsgemeindeverwaltung, bis zum jüdischen Friedhof zwischen der Saar und dem ehemaligen Leukbachtal. Er ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt von Lebensräumen für Flora und Fauna.

Es gibt Weinberge, Waldränder, Terrassengärten, Fels- und Mauerlandschaften. Der Burgberg bietet auf einer Fläche von rund einem Hektar somit also einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren ein geeignetes Habitat. Hier jagen Fledermäuse nach ihrer Beute, finden Mauereidechsen Plätze zum Sonnen, Eier ablegen und überwintern, wachsen in Mauerritzen Milzfarn, Goldlack und Schwertlilien. Im Landratsgarten finden sich eine Vielzahl von Königskerzen. Dort findet sich auf relativ mageren Wiesen auch Wilder Salbei.

Die Teilnahme an der Führung ist gratis. Es werden Spenden für Burgbergprojekte entgegengenommen, die der Artenvielfalt dienen sollen.

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