Der erste Kandidat steht fest

Aus elf Bewerbern hat sich ein erster Kandidat herauskristallisiert: Joachim Weber, ehemaliger Ortsvorsteher von Konz-Oberemmel, wird von der CDU-Fraktion ins Rennen um den Beigeordneten-Posten in der Verbandsgemeinde geschickt.

Konz. "Wir haben uns für einen Vorschlag entschieden", sagt Friedhelm Schücker, CDU-Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat Konz, und macht damit klar: Die größte Fraktion im Gremium hat für sich den nächsten VG-Beigeordneten gefunden. Ginge es allein nach den Vorstellungen der Christdemokraten, sollte Joachim Weber aus Konz-Oberemmel die Nachfolge von Karl-Heinz Frieden antreten.

Von 1994 bis 2004 war Weber Oberemmeler Ortsvorsteher, von 1999 bis 2004 Mitglied des Konzer Stadtrats und ist seit rund zwei Jahrzehnten beim Finanzamt beschäftigt. "Ich bin fest davon überzeugt, dass meine Erfahrung in den verschiedenen Aufgabenbereichen der Finanzverwaltung eine gute Voraussetzung für das Amt des Ersten Beigeordneten ist", sagt Weber auf TV-Anfrage. Seine Erfahrungen aus dem direkten Kontakt zu den Unternehmen vor Ort seien vor allem in Bezug auf die Standortfrage vieler Betriebe "besonders wertvoll".

Was nun die ausschlaggebenden Argumente dafür waren, dass sich die CDU gerade für Weber entschieden hat, will Schücker noch nicht verraten. "Ich möchte nichts vorwegnehmen", sagt er und behält sich die Details für die Verbandsgemeinderatssitzung am 16. Oktober auf. An diesem Tag soll die Wahl im Kloster Karthaus stattfinden.

Wie viele Stimmen Weber in etwa auf sich vereinen kann, ist noch offen. Sowohl die CDU-nahe Fraktion der FDP als auch die der FWG wollen sich noch beraten. Die SPD-Fraktion komme indes am Montag zusammen, um zu entscheiden, wie sie abstimmt, gibt ihr Sprecher Lothar Rommelfanger bekannt. Die Sozialdemokraten hatten sich bislang aus den Beratungen herausgehalten, weil sie der Ansicht sind, dass die Verbandsgemeinde keinen hauptamtlichen Beigeordneten brauche. Und die Grünen waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Wenn sich also kaum einer zur Stimmabgabe äußern möchte, wird es Zeit für ein Rechenbeispiel, das FDP-Fraktionsvorsitzender Franz Görtz aufstellt: Angenommen, die CDU geht mit ihren maximal 19 Stimmen ins Rennen für Weber, so könnten ihr die 19 gemeinsamen Stimmen von SPD, FWG und den Grünen gegenüberstehen. Die zwei Stimmen der FDP könnten in diesem Beispiel das Zünglein an der Waage sein. Denn Weber braucht laut Gemeindeordnung "mehr als die Hälfte der Stimmen", um im ersten Versuch gewählt zu sein. Görtz: "Mit uns hat außer der CDU noch keine Fraktion gesprochen."

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