Der Freudenburger Ortsgemeinderat will den Ort noch attraktiver gestalten und sucht weiter nach guten Ideen.

Kommunalpolitik : Neuer Rundweg, alte Bürgermeisterei

Der Freudenburger Ortsgemeinderat will den Ort noch attraktiver gestalten und sucht weiter nach guten Ideen.

„Das Projekt ist von der Kommunalaufsicht genehmigt. Wir können den Förderantrag stellen“, kann der neue Freudenburger Ortsbürgermeister Alois Zehren in seiner ersten regulären Sitzung in Bezug auf den geplanten historischen Rundweg mitteilen. Das Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 19 000 Euro wird mit EU-Mitteln über Leader-Moselfranken als „Kleinstprojekt“ mit 55 Prozent der Nettokosten (ohne Mehrwertsteuer) gefördert.

Für die Ortsgemeinde verbleibt ein Eigenanteil von 8800 Euro plus die Mehrwertsteuer aus dem Gesamtbetrag von 3041 Euro.

Geplant sind neun Stationen, an denen Infotafeln über die reiche Geschichte Freudenburgs Auskunft geben. Es sind der Dorfplatz mit Stadtmauer, der Synagogenplatz, das Amtshaus der Maximiner, die Pfarrkirche mit Pfarrhaus, die Zehntscheune, die Burgruine, das Stadttor mit Torwächterhaus, der Marktplatz und der Jüdische Friedhof.

Sind die Fördermittel eingetroffen, sollen sofort Aufträge ausgeschrieben werden. Es wird eine Übersichtskarte erstellt, und die Informationen sollen auch in englischer Sprache angeboten werden.

Etwas schwerer tut sich der neue Freudenburger Rat mit der inzwischen für 20 000 Euro angekauften alten Bürgermeisterei. Was soll jetzt mit dem denkmalgeschützten Gebäude passieren, das seit einem halben Jahrhundert leer steht? Alois Zehren hat sich in der Kreisverwaltung, seinem Arbeitgeber, beim Denkmalamt kundig gemacht: „Die Denkmalpflege begrüßt dieses Eigentum, will aber von Freudenburg ein Konzept, wie es mit dem Gebäude weitergehen soll.“

Ein Beschluss wird in der Sitzung nicht gefasst. Der neue Ortschef fordert jedoch die drei Fraktionen auf, sich Gedanken zu machen, wie es mit dem historischen Verwaltungsgebäude weitergehen soll: „Ideen sind gefragt.“

Sein Vorgänger, Bernd Gödert, jetzt normales Ratsmitglied, warnt: „Eine Abrissverfügung ist nicht mit einem Drei-Zeilen-Antrag zu machen.“ Es müsste eine Planung vorgelegt werden, damit der Denkmalschutz entscheiden kann, ob das wirtschaftlich umzusetzen ist. Diese Planung kostet aber mindestens 10 000 Euro.

Was der Rat jedoch beschlossen hat, ist Angebote einzuholen, um den zusammengebrochenen Schuppen am Giebel des historischen Hauses abzureißen. Alois Zehren ist sicher: „Der steht bestimmt nicht unter Denkmalschutz.“

Weiter werden Ideen gesucht, was mit dem Gebäude der Alten Bürgermeisterei werden soll. Fest steht, der zusammengebro-chene Schuppen links muss weg, denn der steht bestimmt nicht unter Denkmalschutz. Foto: Herbert Thormeyer. Foto: Herbert Thormeyer

Erfreulich ist die finanzielle Entwicklung. Die Ortsgemeinde Freudenburg hat im Haushalt einen Überschuss in Höhe von 405 792,85 Euro erwirtschaftet. Geplant waren lediglich 131 200 Euro, wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht.

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