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Der große Traum vom eigenen Haus im Hochwald

Serie: Was die Gemeinden 2021 anpacken : Der große Traum vom eigenen Haus im Hochwald

Damit junge Menschen nicht aus Geisfeld wegziehen müssen, schafft die Gemeinde weitere Bauplätze. Und es gibt weitere große Ziele für das Jahr 2021.

Ein großes Projekt für 2021 in Geisfeld ist klar: „Da die bestehenden Baustellen Ende 2019 so weit verkauft waren und es einige junge Leute gibt, die gerne hier in Geisfeld bleiben und ein Haus bauen wollen, hat der Gemeinderat im August 2019 beschlossen, den zweiten Teil des Baugebietes Palzfelder in Angriff zu nehmen“, erklärt der Geisfelder Ortsbürgermeister Theo Palm. Eine Planung gab es noch aus dem Jahr 1997, allerdings für heutige Bedürfnisse mit zu großen Grundstücken. „Damals ging man von 1000 Quadratmetern und mehr pro Baustelle aus“, erinnert sich der Ortschef. Ein neues Konzept musste her, denn auch die Grünflächen zwischen den einzelnen Grundstücken waren zu groß bemessen worden, was die einzelnen Baustellen unnötig verteuert hätte. Die benötigten Grundstücke konnten im Februar 2020 erworben werden. Die Grundstücke haben 6,50 Euro pro Quadratmeter gekostet. Hinzu kommen Planung und alle Kosten zum Ausbau, die die Gemeinde beziehungsweise die Verbandsgemeinde Werke vorfinanzieren.

Und dann kam Corona. Die Planung war noch 2019 beschlossen worden, musste aber jetzt per E-Mail vorangebracht werden. „Nach der Offenlage, ohne Einwände, konnten wir noch am 8. Dezember letzten Jahres eine Sitzung abhalten und die letzten erforderlichen Beschlüsse fassen“, sagt Palm. Ist die Straßenplanung fertig, kann die Ausschreibung der Erschließung starten.

Von den 14 geplanten Baustellen sind schon neun reserviert. Sie haben jetzt eine Größe von 550 bis 750 Quadratmetern. „Die Interessenten warten auf die Berechnung der Kosten, damit der Quadratmeterpreis festgelegt werden kann. „Ich bin, trotz Corona, der Meinung, dass wir hier so schnell es geht Baureife herstellen müssen“, ist Palm überzeugt.

Das zweite große Projekt ist eine Fläche mit einer Photovoltaik-Anlage auf der obersten Haide. Es soll eine Anlage von rund 20 Hektar entstehen. „Die Gemeinde Geisfeld wird sich an dieser Anlage finanziell beteiligen können. Auch eine Bürgerbeteiligung wird möglich sein“, erklärt der Ortschef. Das muss aber alles noch in einem Vertrag festgelegt werden.

Die Anlage und die Beteiligung sollen dazu beitragen, dass die Gemeinde in den nächsten 25 bis 30 Jahren Geld einnehmen kann, das sie unbedingt braucht, um das Dorf mit seinen Einrichtungen erhalten und weiterentwickeln zu können.

Im Corona -ahr 2020 ist in Geisfeld auch eine Interessengemeinschaft gegründet worden, die sich zum Ziel gesetzt hat, Geisfeld lebenswerter zu machen.

Hierzu zählt das Aufstellen von Bänken im Park, am Friedhof und wie man jetzt in der Corona-Zeit sieht, auch an Wegen, die Menschen zur Erholung gehen wollen.

Ein Ehrenamtsprojekt musste im letzten Jahr verschoben werden: „Die Eindeckung der Grill-Außenstelle wollen wir, wenn das möglich ist, mit finanzieller Hilfe von RWE vor Ort in Angriff nehmen“, kündigt Palm an und ermutigt: „Gerne können sich für diese ehrenamtlichen Projekte noch Frauen und Männer melden, damit die Gemeinschaft unseres Dorfes in dieser schweren Zeit nicht allzu sehr leidet. Vorausgesetzt, dass es wieder möglich wird.“

Neues Jahr, neue Projekte: Was soll in den Gemeinden im Raum Konz, Saarburg und Hochwald 2021 angepackt werden? Der TV hat dazu die Gemeindechefs und -chefinnen befragt. Die Ergebnisse veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen im Lokalteil.