Der Haushalt der Ortsgemeinde ist trotz Investitionen in Infrastruktur und Straßen im Plus.

Kommunalpolitik : Wincheringen baut Schulden ab

Der Haushalt der Ortsgemeinde ist trotz Investitionen in Infrastruktur und Straßen im Plus.

Die Schulden sinken, der Haushalt in der Ortsgemeinde Wincheringen ist ausgeglichen. Die gern zitierte „schwarze Null“ ist im 2500-Menschen-Dorf an der Obermosel eine schwarze 30 000. In den Haushaltsjahren 2019 und 2020 werden pro Jahr rund 30 000 Euro Überschuss erwirtschaftet.

Wincheringens Finanzen können sich sehen lassen. Schon in der Vergangenheit konnte die Schuldenlast pro Person von 378 Euro (Stichtag 31. 12. 2016) auf 353 Euro pro Person (Stichtag 31. 12. 2017) gesenkt werden. Im Jahr 2018 konnte diese positive Entwicklung aufgrund sinkender Zuschüsse vom Land und vor allem aufgrund von niedrigeren Gewerbesteuereinnahmen nicht fortgeführt werden. Doch für die Haushalte der Jahre 2019 und 2020 werden wieder kleine Überschüsse erwartet.

Ortsbürgermeister Elmar Schömann verweist darauf, dass diese kleinen Überschüsse erzielt werden, ohne dass die Ortsgemeinde bei den Investitionen spare. Dazu gehöre die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Bilzingen werde in diesem Jahr abgeschlossen. Und auch der Dorfplatz in Bilzingen werde mit einer Investition von 50 000 Euro neu gestaltet.

Bei Investitionen wie der Neugestaltung der Bilzinger Dorfmitte mache sich positiv bemerkbar, dass durch viel Eigenleistung erhebliche Summen eingespart werden können. Das Engagement der Wincheringer Bürger sei sowieso ausgesprochen groß, freut sich der Bürgermeister.

Unerfüllt bleiben wird der Wunsch, die Straße Im Manderfeld zu sanieren. „Für diese Arbeiten fehlen uns Zusagen für Zuschüsse“, beschreibt Schömann die Problematik. Insgesamt sei mit Kosten in Höhe von 745 000 Euro zu rechnen. „Das schaffen die Gemeinde und die Bürger, die mit ihren wiederkehrenden Beiträgen an der Straßensanierung beteiligt werden, so nicht“, sagt der Ortsbürgermeister.

Ein großes Projekt, das auf die Ortsgemeinde noch zukäme, sei der Neubau der Sporthalle bei der Schule. Das bestehende Gebäude ist marode und muss abgerissen werden. Schömann möchte, dass diese Halle, ein Drei-Millionen-Euro-Projekt, ein Musterbeispiel für die Infrastruktur an der ganzen Obermosel wird. „Denn die interkommunale Zusammenarbeit beschränkt sich nicht nur auf Supermärkte. Da gehört auch der Bau und die Nutzung von Sportstätten dazu“, meint Schömann. Doch bei diesem Großprojekt steht man noch am Anfang.

Der Ortsbürgermeister zog in der letzten Sitzung des Gemeinderats ein positives Fazit über die Arbeit des kommunalen Gremiums in den vergangenen fünf Jahren: „Wir haben in einer sachlichen Atmosphäre konstruktive Arbeit geleistet und dabei Wincheringen voran gebracht.“

Mehr von Volksfreund