Der Kick zum Geburtstag

Mehr als 90 Mannschaften, sechs darunter aus Wohnheimen mit zum Teil psychisch behinderten Menschen: Zum ersten Mal ist die Lebenshilfe mit befreundeten Institutionen aktiver Teil des Hallen-Fußballturniers vom 2. bis 4. Januar in der Saar-Mosel-Halle.

Konz. Ein Turnier nicht nur für die Lebenshilfe, sondern erstmals auch mit der Lebenshilfe: Zum 14. Mal starten regionale Fußballteams mit dem Turnier in der Konzer Saar-Mosel-Halle ins neue Jahr. Mehr als 90 Mannschaften haben sich angemeldet und kicken von Freitag, 2. Januar, bis Sonntag, 4. Januar, um die Siege. Erstmals spielen vor dem Hauptturnier am Samstag, 3. Januar, von 14 bis 16 Uhr, sechs besondere Mannschaften: aus den Lebenshilfe-Wohnheimen in Konz, Saarburg und Sinzig (Lebenshilfe Ahrweiler), vom Kloster Ebernach (Cochem), dem Schönfelder Hof (Zemmer) und dem sozialtherapeutischen Heim, Haus Sonne (Bad Münstereifel). Es ist die Premiere für die Menschen, meist mit psychischer Behinderung, in diesem Rahmen. Mit vier Spielern und einem Torwart sind die Mannschaften pro Spiel zehn Minuten lang auf dem Feld.

"Die Idee dazu ist vor längerer Zeit entstanden", erzählt Uli Fink, Leiter des Saarburger Wohnheims. Vor rund drei Jahren bereits habe ein Turnier in Saarburg für Menschen mit psychischer Behinderung stattgefunden. Das allerdings sei zum größten Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgelaufen.

Das soll nun anders sein. Im Zuge der gesellschaftlichen Integration behinderter Menschen und aus Anlass der Jubilarfeiern der Lebenshilfe sollen sie nun selbst am Turnier teilnehmen. Im Frühsommer bereits hat Fink mit den Vorbereitungen begonnen und mit den teilnehmenden Institutionen gesprochen. Inzwischen herrscht wahre Vorfreude unter den Teilnehmern. "Sie brennen alle drauf", sagt Fink.

Volle Unterstützung erhält die Lebenshilfe auch von Turnierorganisator Bernd Marx vom Kreisfußballverband Trier-Saarburg. Damit viele Zuschauer auch das Spiel der besonderen Gäste sehen können, hat er ihre Spielzeit genau vor das Hauptturnier ab 16 Uhr gelegt. Der Reinerlös des Turniers kommt wie jedes Jahr der Lebenshilfe zugute. Aus den bisherigen Turnieren sei eine Gesamtsumme von mehr als 50 000 Euro zusammengekommen, schätzt Marx.