Landwirtschaft: Der ländliche Raum als Motor der Gesellschaft

Landwirtschaft : Der ländliche Raum als Motor der Gesellschaft

In einer gut besuchten Veranstaltung des Vereins landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Saarburg wurde deutlich, welches Potenzial in diesem Bereich steckt. Vorsitzender Günter Hunsicker begrüßte etwa 45 Gäste aus dem Bereich der Landes- sowie der Kommunalpolitik und des Berufsstands.

Das Hauptthema lautete: „Was bietet der ländliche Raum unserer Gesamtbevölkerung?“

Veranstaltung gliederte sich in die Bereiche: bessere Vermarktung regionaler Produkte, medizinische Versorgung im Kreis Trier-Saarburg, Bauen in den Dörfern, Landwirte und Winzer, Pfleger der Kulturlandschaft Energiewende, Tourismus-Wald-Wanderwege-Weinberge-Streuobstwiesen, Ausbaubeiträge in den Dörfern, Vernichtung von Lebensmitteln entgegenwirken. 65 Prozent der Menschen in Rheinland-Pfalz leben im ländlichen Raum. „Hier werden die Lebensmittel für die Verbraucher erzeugt. Es gibt keine Massentierhaltung.“ Der ehemalige Landtagsabgeordnete Dieter Schmitt moderierte. Der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Billen sowie Heike Gleißner, Bündnis 90/Die Grünen, referierten zu diesem Thema.

Auch das Thema Glyphosat wurde diskutiert. Größere Einigkeit wurde beim Punkt Energiewende deutlich. Da waren sowohl die beiden Referenten als auch die Versammlungsteilnehmer einhellig der Meinung, dass der allergrößte Teil der erneuerbaren Energien im ländlichen Raum erzeugt wird.

Kontrovers wurde das Thema medizinische Versorgung und Erhalt des Krankenhauses Saarburg diskutiert. Heike Gleißner kritisierte die Zuschüsse des Landkreises, während Michael Billen und besonders Dieter Schmitt der Meinung waren, Bürgernähe und Gesundheit hätten Vorrang vor Geld. MDL Michael Billen sagte zum Thema Straßenausbaubeiträge: Die CDU-Landtagsfraktion wolle demnächst den Antrag einbringen, Anwohner von diesen Beiträgen freizustellen. Der Vorschlag fand einhellige Zustimmung bei den Teilnehmern.

Zum Punkt bessere Vermarktung regionaler Produkte stellte Michael Eble sein Konzept vor und betonte, er habe bereits mehr als 40 regionale Erzeugerbetriebe mit ihren Produkten in seinem Laden. Zum Schluss wandte sich Günter Hunsicker an die Politiker und forderte, die stetig wachsenden Vorschriften und Gebote/Verbote zurückzufahren. 

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