Der letzte Ton ist verklungen - 2017 folgen weitere Serenaden

Der letzte Ton ist verklungen - 2017 folgen weitere Serenaden

Studenten, ihre Professoren und vor allem die Zuhörer, alle profitieren von der Konzertreihe, die junge musikalische Talente aus aller Welt nach Saarburg führt. Jetzt sind sie alle wieder auf dem Weg nach Hause, mit mehr Wissen und Können als je zuvor - Saarburg macht’s möglich.

Saarburg. Acht Konzerte, 70 Studenten, 2000 Zuhörer, so lässt sich die Bilanz der Saarburger Serenaden in drei Zahlen zusammenfassen. Doch dieses Kulturereignis, diesmal in siebter Auflage, ist mehr. "Die Serenaden geben der Stadt internationales Flair", bilanziert Bürgermeister Jürgen Dixius nach dem Abschlusskonzert in der Stadthalle. Mit dem Festival gebe es die Möglichkeit, Menschen aus anderen Kontinenten zu begegnen. Gespräche bringen einen Kulturaustausch in die Stadt. So ganz nebenbei sind die Serenaden auch ein Wirtschaftsfaktor. 1200 Übernachtungen und Umsatz beim Einzelhandel machen sich bemerkbar.
Für Festivalleiter Semyon Rozin grenzt es jedes Mal an ein Wunder: "Ich beobachte in den zwölf Tagen einen Fortschritt, der nur möglich ist, wenn intensiv und fokussiert gearbeitet werden kann." Hier in Saarburg finden sich die Musik, der Rhythmus und die klangliche Präzision zusammen. Das bestätigt auch Sängerin Michelle Perrier (23) aus Washington-State: "Die Fortschritte, die ich hier in zwei Wochen mache, sind zuHause allenfalls mit einem ganzen Semester vergleichbar."
Diejenigen, für die sich so angestrengt wird, die Menschen vor der Bühne, bekommen jedes Jahr ganz besondere Klangerlebnisse geboten. Viele Stammgäste gibt es mittlerweile, darunter Hans-Werner Momper aus Saarburg.
Früher habe er auch mal Klarinette gespielt, und kann nur staunen: "Hier stimmen die Harmonien." Auch, dass viele unbekannte Komponisten aufgeführt werden, stört ihn nicht, im Gegenteil: "Da hört man mal was Neues." Für Festivalleiter Rozin ist noch etwas wichtig: "Die Studenten bekommen hier Bühnenerfahrung, manche sogar das erste Mal und ohne Fremdsprachenkenntnisse."
In den Heimatländern ein solches Niveau zu erreichen, sei schlicht unmöglich, denn klassische Musik ist nun mal in Europa und besonders in Deutschland zu Hause.
Auf die Nummer acht der Saarburger Serenaden im nächsten Jahr dürfen sich Musikfreunde bereits jetzt freuen. doth