Der Ortsgemeinderat Pellingen bringt die Erweiterung des Kindergartens auf den Weg.

Dorfentwicklung : Mehr Baustellen, mehr Kinder, mehr Kita

Der Ortsgemeinderat Pellingen bringt die Erweiterung des Kindergartens auf den Weg. Mit dem künftigen Baugebiet Südlich Lafeld wird der Bedarf weiter steigen.

„Mehr als 30 Interessenten für ein Baugrundstück haben sich bereits bei mir gemeldet seit bekannt wurde, dass wir das Gebiet Südlich Lafeld erschließen wollen“, sagt der Pellinger Ortsbürgermeister Wolfgang Willems erfreut. Mit dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan kommen diese Interessenten ihrem Traum von den eigenen vier Wänden ein Stück näher.

Seit vier Jahren suchte die Ortsgemeinde nach einem passenden Areal, bis bei dem Gelände am Ortsrand, gegenüber der Auffahrt zum Höthkopf, alles passte. Aber jetzt musste man sich etwas beeilen, denn die Vorteile, die der Paragraf 13b des Baugesetzbuches bietet, gelten nur bis Jahresende. Diese Rechtsvorschrift ermöglicht ein beschleunigtes Verfahren.

Mit in die Planung einbezogen hat Andreas Heinke vom Büro Paulus und Partner im saarländischen Wadern, die Kreuzung auf der B 268, weil hier eine Abbiegespur nötig wird. Auf den 5,5 Hektar sollen ungefähr 38 Baustellen ausgewiesen werden.

Ist der Bebauungsplan fertig, wird dieser offengelegt, Behörden und Bürger können Bedenken vorbringen. Danach beschließt der Ortsgemeinderat die Umsetzung. 3,5 Millionen Euro stehen dafür im Gemeindehaushalt zur Verfügung. Ob das reicht, weiß Willems nicht. Sein und das Ziel des Rates ist, auf jeden Fall ein Niveau beim Quadratmeterpreis zu erreichen, das deutlich unter dem der benachbarten großen Stadt liegt. Wenn alles glatt läuft, können die ersten Bauherren 2021 loslegen.

Ein weiterer Aufstellungsbeschluss ist für die Erweiterung der Kita Antoniuszwerge nötig. Die Einrichtung soll um drei Gruppen wachsen, damit 105 Kinder Platz finden. „Das Projekt Waldgruppe bleibt erhalten“, sagt Ortschef Willems. 1,5 Millionen Euro will sich die Ortsgemeinde das Bauvorhaben kosten lassen. Um Baurecht zu bekommen, muss erst ein Bebauungsplan erstellt werden, der auch von Paulus und Partner erarbeitet wird. Das Grundstück und das Höhenniveau müssen vermessen werden. Danach entwickelt ein Architekt den rund 500 Quadratmeter großen Anbau. „Die Bauarbeiten werden bei laufendem Betrieb stattfinden“, kündigt Willems an. Beeinträchtigungen sollen jedoch so gering wie möglich gehalten werden. Zuschüsse gibt es vom Land (für jede neue Gruppe 150 000 Euro) und vom Kreis (100 000 Euro). Auch der Personalschlüssel wird neu berechnet.

Aktuell hat Pellingen 1163 Einwohner, Tendenz steigend. Mit dem Neubaugebiet kommen neue Bürger, und wahrscheinlich auch neue Kinder dazu.

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