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"Der Schellemann" wird 25 Jahre alt

"Der Schellemann" wird 25 Jahre alt

Die Heimatzeitschrift "Der Schellemann" erscheint seit 25 Jahren mit kulturgeschichtlichen Beiträgen und lustigen Anekdoten aus dem Hochwald. Die Jubiläumsausgabe ist ab sofort erhältlich.

Dhronecken. Historische Heimatgeschichten und amüsante Stickelcher aus dem Hochwald: Der neue Schellemann ist erschienen. Kurt Bach vom kulturgeschichtlichen Verein Hochwald hat die neueste Ausgabe jetzt in der Burg in Dhronecken vorgestellt. Dabei handelt es um eine Jubiläumsausgabe, denn der Schellemann erscheint in diesem Jahr zum 25. Mal. Aus diesem Grund fällt die Zeitschrift, die jährlich erscheint, etwas dicker aus.
Zum einen sind einige Geschichten mehr darin enthalten als gewohnt. Leser erfahren in einer Fortsetzung eines Beitrages im vorherigen Schellemann, warum Malborn-Thiergarten nach Thalfang gekommen ist und warum Neuhütten und Züsch zwei getrennte Dörfer sind. Bei den Geschichten aus dem Hochwald gibt es genug Grund zum Schmunzeln, wenn der Bischof und ein Schäfer ihre beiden "Schäfchen" vergleichen oder ein Pferd getauscht wird.
Es gibt aber auch nachdenkliche Stücke, wenn Autoren über Flüchtlingsschicksale berichten oder in Kindheitserinnerungen aus der Nachkriegszeit schwelgen. Zudem ist in der aktuellen Ausgabe ein Register angefügt, in dem alle Beiträge, die von der Ausgabe eins im Jahr 1988 bis heute erschienen sind, aufgeführt. "Wir wollten bei der Gründung einen kulturgeschichtlichen Bogen spannen von ernsthaften Informationen und heiteren Geschichten", sagt Bach.
Zudem sollte der Schellemann mit Geschichten aus dem gesamten Hochwald über die Grenzen von Kommunen, Kreisen und Bundesländern hinweg erscheinen, sagt er. Die Erstausgabe habe eine Auflage von 500 Exemplaren gehabt, sagt Bach. Die aktuelle Ausgabe ist 900 mal gedruckt worden.
Mehr als 100 Autoren haben in den 25 Jahren Beiträge für den Schellemann verfasst. "Im Prinzip sind wir dem Konzept immer treu geblieben, nur die Autoren habe gewechselt", sagt Bach. Mehrere Festredner haben die Verdienste des Schellemanns gewürdigt. Der Dhronecker Bürgermeister Detlef Juchem hat gesagt, der Schellemann habe die Geschichte der Region lebendig gehalten.
Michael Hülpes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hermeskeil, würdigte die Zeitschrift als einen Beitrag, Kulturgut zu bewahren. Für Hans Dieter Dellwo, Bürgermeister der VG Thalfang am Erbeskopf, ist der Schellemann ein Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit, weil er Geschichten über die Grenzen der Kommunen hinaus veröffentlicht.
Der zweite Vereinszweck des Vereins, das Zusammenstellen eines Archivs über den Hochwaldraum, macht Bach derzeit etwas Sorgen, denn für die bisher gesammelten Unterlagen, die vom Umfang her ein Klassenzimmer einer Schule füllen, muss er ein neues Domizil suchen. Derzeit laufen wegen neuen Räumen Verhandlungen mit der Gemeinde Malborn.
Die neue Ausgabe des Schellemanns ist ab sofort in zahlreichen Verkaufsstellen im Hochwald für acht Euro erhältlich.
Extra

Bei der Gründung des Vereins hatte Kurt Bach Probleme, den Posten des Kassierers zu besetzen. Norbert Thömmes, ein ehemaliger Schüler des Lehrers Bach, hatte mehrfach abgesagt. Nach der Gründungsversammlung rief Bach bei Thömmes an: "Wir haben Dich in Abwesenheit zum Kassierer gewählt", sagte er ihm. Thömmes übernahm dann doch den Posten, den er heute noch inne hat. cst