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Der Schleichweg wieder dicht: Abkürzung in Reinsfeld geschlossen

Der Schleichweg wieder dicht: Abkürzung in Reinsfeld geschlossen

Nach anfänglichen Hindernissen geht es in Reinsfeld nun offensichtlich zügig voran auf den beiden parallelen Baustellen. Sowohl im Neubaugebiet als auch in der Kapellenstraße, einer wichtigen Zufahrt dorthin, wird gebaggert.

Zwei Großbaustellen zur gleichen Zeit anzupacken war eine mutige Entscheidung des Ortsgemeinderates Reinsfeld. Zumal die Kapellenstraße, die neu ausgebaut wird, nicht nur angrenzt an die Baugebietserweiterung. Sie ist auch eine wichtige Zufahrt zum bestehenden Neubaugebiet sowie für Schule und Kindergarten.
Doch die Anwohner der Kapellenstraße sollten endlich an die Reihe kommen, und das Bauland wurde ebenfalls dringend benötigt. Reinsfeld ist einer der wenigen Orte weit und breit, in dem Baugrundstücke reißenden Absatz finden. Laut Ortsbürgermeister Rainer Spies wurden inzwischen schon zehn der insgesamt 26 gemeindeeigenen Parzellen verkauft. Anfragen für drei weitere Grundstücke könnten ebenfalls bald aufgegriffen und zum Abschluss gebracht werden. "Die Nachfrage ist enorm", freut sich der Gemeindechef. Denn je mehr Parzellen verkauft werden, umso weniger muss sich die Kommune, die das Projekt vorfinanziert, verschulden.
Allerdings haben die Gemeinderatsmitglieder dafür auch mächtig Gas gegeben. In den zurückliegenden Monaten trafen sie sich immer wieder zu mehrstündigen Sitzungen, um die beiden Projekte auf den Weg zu bringen. Alles in allem werden dort wohl etwa zwei Millionen Euro investiert, schätzt Spies.Erstmals Gasanschlüsse


Ebenfalls besprochen wurden die möglichen Transportwege der beiden Bauunternehmen, die als jeweils wirtschaftlichste Anbieter beauftragt wurden. Schließlich ist die etwa 300 Meter lange Kapellenstraße eine wichtige Verkehrsader, in der mit neuen Wasser-, Kanal-, Strom- und Telefonleitungen nun auch erstmals Gasanschlüsse verlegt werden. Die Arbeiten dürften daher wohl kaum bis Ende des Jahres abzuschließen sein.Aushub wird zwischengelagert


Der Baustellenverkehr im am Ortsrand gelegenen zweiten Bauabschnitt des Neubaugebietes beeinträchtigt die Bürger kaum. Das Erdreich, das dort ausgebaggert wird, kann auf der Deponie am Sportplatz zwischengelagert werden und wird wieder eingebaut, sobald die Leitungen verlegt sind. Spies geht davon aus, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sind.

Für die Kapellenstraße sieht das anders aus. Denn dort werden teils belastete Asphaltschichten abgetragen, wie sich laut Spies erst bei einer erneuten Untersuchung des Materials herausstellte. Dieser Aushub darf nicht wie ursprünglich angedacht auf der Deponie zwischengelagert werden. Die geplante Streckenführung möglichst zügig raus aus dem Wohngebiet und über einen gesperrten Wirtschaftsweg zur Deponie war damit vom Tisch. Dank eines Eigentümers, der ein Grundstück am Ende der Kapellenstraße als Lagerplatz zur Verfügung stellt, tat sich aber eine andere Lösung auf.

Erfreulich ist das vor allem für die Anwohner des Schillinger Weges im Neubaugebiet. Denn der Wirtschaftsweg Richtung Sportplatz ist nun wieder dicht. Seit wenigen Tagen versperrt erneut ein dicker Baumstamm die bei Autofahrern beliebte Abkürzung.Bauverkehr über Ortsstraßen

Doch es gibt auch einen großen Nachteil des geänderten Verkehrskonzeptes. Denn auch Baufahrzeuge müssen nun über erst kürzlich sanierte Ortsstraßen wie die Kaulenstraße oder auch Ahlbert- und Friedhofstraße fahren. In Gesprächen mit den Bauunternehmen bemühte sich Spies daher um Schadensbegrenzung. Seitens der Bauleitung sei ihm versichert worden, die Straßen wechselseitig zu nutzen, so dass Anlieger möglichst geschont würden.