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Der Straßen-Streit in Abtei schwelt weiter

Der Straßen-Streit in Abtei schwelt weiter

In der kontroversen Debatte um den geplanten Straßenausbau im Hermeskeiler Stadtteil Abtei haben sich nach den Anliegern der Straße Im Hellgott nun die Bewohner des Hauses am "Stichweg Köhlerweg" zu Wort gemeldet. Im TV-Gespräch erklären Ralf Kaub und seine Frau Bettina Hansen-Kaub, warum sie auf eine Sperrung des Stichwegs drängen.

Hermeskeil-Abtei. Mehrere Bürger in Abtei protestieren gegen den von der Stadt Hermeskeil geplanten Ausbau der Straße Im Hellgott. Das hat der TV am Mittwoch berichtet.
Die Anlieger, deren Häuser bereits auf der Gemarkung Geisfeld stehen, sind mit diesem Projekt nicht einverstanden. Mehrere Bewohner aus den benachbarten Straßen sehen das genauso, weil aus ihrer Sicht durch den Ausbau von Im Hellgott eine "Rennstrecke am Kinderspielplatz Abtei" entsteht. Stattdessen stellten sie im TV die Frage, warum anstatt Im Hellgott nicht der direkt angrenzende Stichweg Köhlerweg ausgebaut wird. Wegen dieses ungewidmeten Landwirtschaftsweges, der offiziell nicht befahren werden darf, gibt es im Hermeskeiler Stadtteil schon lange Streit. Ralf Kaub und seine Frau Bettina Hansen-Kaub haben ihr Haus an diesem Stichweg gebaut. Das Ehepaar betont, dass "in der Vergangenheit Fehler passiert sind", die bis heute nachwirken.
Als die Kaubs 2004 ihr neues Eigenheim errichteten, wollten sie ursprünglich die Garagenzufahrt in Richtung Stichweg anlegen. Das wurde ihnen von der Stadt aber nicht erlaubt, weil es sich um keine öffentliche Straße handelte. Die Kaubs mussten deshalb ihre Garage zur anderen Seite hin bauen. Dennoch würden viele Leute mit ihrem Auto den Stichweg befahren. 120 Fahrzeuge habe er dort an einem einzigen Wochenende gezählt, so Kaub. Er und seine Frau ärgern sich darüber, dass die Stadt "über einen Zeitraum von fast zehn Jahren keine klaren Regelungen getroffen hat". Der Standpunkt des Paars ist: "Wir wollen, dass der Stichweg gesperrt wird. Es sollte gleiches Recht für alle gelten. Wenn man es uns früher nicht gestattett hat, den Weg für unsere Garagenzufahrt zu nutzen, dann kann man es nicht anderen erlauben, ihn zu befahren."
Das Argument vieler Abteier, dass sich durch die Sperrung des Stichwegs und den Ausbau von Im Hellgott um den Spielplatz herum eine Rennstrecke entsteht, können die Kaubs nicht nachvollziehen. Auch sie würden es begrüßen, wenn die Stadt im Bereich des Spielplatzes Schilder aufstellt, die nur noch Schritttempo erlauben. Diese Möglichkeit hatte Stadtbürgermeister Udo Moser im Zusammenang mit dem geplanten Ausbau von Im Hellgott angedeutet. Allerdings stellt sich für Kaub die Frage, warum die Anlieger von Im Hellgott nicht "vor Jahren gefordert haben, dass Schilder aufgestellt werden. Ich sehe da schon eine gewisse Doppelzüngigkeit". ax