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Der vierte und letzte Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Trassem wird zur Herausforderung.

Straßenbau : Trassemer Kirchstraße wird zur Sackgasse

Neue Umleitungen: Der vierte und letzte Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Trassem wird zur Herausforderung.

Das Thema Baustelle Ortsdurchfahrt wird in Trassem heiß diskutiert. Mit Vertretern des Landesbetriebes Mobilität (LBM), der Straßenmeisterei, der Verbandsgemeindewerke, der Buslinien, des Ordnungsamtes, der Polizei und der Baufirmen haben 102 Besucher einer Bürgerversammlung alle Ansprechpartner vor sich, um Fragen zu klären.

Denn insbesondere die Anwohner der Kirchstraße sind sauer. Die Straße, die unter dem Umleitungsverkehr ächzt, auch durch Busse und Lastwagen, wird im vierten Bauabschnitt zur Sackgasse. Die Baustelle ist an der Kreuzung Hotel Erasmus angekommen.

„Hier wird noch ein Gebäude abgerissen. So entsteht ein breiterer Gehweg in der Kirchstraße“, beginnt Frank Zimmer von der Straßenbauabteilung des LBM seine Erklärungen. Die Einengungen Richtung Freudenburg werden bepflanzt gestaltet. Richtung Meurich wird eine Überquerungshilfe gebaut.

Das Teilstück vor dieser Kreuzung soll im Eiltempo bis April fertig sein. Dann werde auch die Kehrbachstraße wieder befahrbar sein. Zeitgleich mit der Sperrung der Kreuzung Freudenburg/ Meurich wird die Leukbachbrücke ab 1. Mai fünf Monate lang saniert, allerdings nur die Fahrbahnplatte. Die Unterbaukonstruktion bleibt erhalten. Die beiden Kirchstraßenteile sollen bis Ende Juni oder Anfang Juli wieder verbunden sein.

„Ein halbseitiger Ausbau mit Ampel ist nicht möglich, allein schon aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen“, erklärt Zimmer und verspricht: „Wir bleiben immer mit den Anliegern im Gespräch.“

Wo man denn parken könne, wollten Anlieger der Kirchstraße wissen. „Das neue Teilstück der Saarburger Straße eignet sich dafür“, sagt Zimmer. Wie das mit Ver- und Entsorgungsfahrzeugen geregelt wird, werde von Fall zu Fall entschieden, versichert Ortsbürgermeister Roland Konter. Wie Rettungseinsätze ablaufen, erklärt Stefan Moritz von der Straßenmeisterei: „Die Rettungsleitstelle Trier hat die Bauzeitenpläne und entscheidet, wie dann reagiert werden muss. Das kann auch mal der Hubschrauber sein.“

Joachim Huber von der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV) kündigt eine Ersatzhaltestelle bei Farben Baumann an: „Eigentlich ändert sich kaum was.“ Falls doch, wolle man rechtzeitig Bescheid sagen.

Ein Problem sieht Stefan Moritz von der Straßenmeisterei auf die Kirchstraße zukommen, wenn diese erst mal gesperrt ist: „Ich will nicht ausschließen, dass dann da ein 40-Tonner drinsteht.“

Warum wird dieser Umleitungsverkehr nicht stärker kontrolliert, wollen Anlieger von der Polizei wissen. Die Aussage von Stephan Wagner von der Polizeiinspektion Saarburg „es gibt eine ausgeschilderte Umleitung“ stößt jedoch bei den Zuhörern auf Unmut. Wagner ergänzt: „Wenn wir eine Stunde kontrollieren, ändert das nichts, denn 23 Stunden sind wir nicht da.“ Das Problem sei einfach nicht lösbar.

Bis Ende des Jahres fertig: Die Baustelle Ortsdurchfahrt Trassem biegt in die Zielgerade. Foto: Herbert Thormeyer

„Wenn wir ein attraktiver Ort bleiben wollen, müssen wir die Straßen ordentlich ausbauen“, tröstet Ortsbürgermeister Konter. Wenn es Probleme gebe, solle man sich an ihn wenden. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein, versichern die Fachleute.