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Der Weihnachtsmarkt in Hermeskeil schädigt den Stadtpark. Die Suche nach einer Lösung läuft.

Hermeskeil : Diskussion um Lichterglanz-Umzug

In Hermeskeil gibt es immer wieder Beschwerden, der Stadtpark werde durch den Weihnachtsmarkt zu stark geschädigt. Die Veranstalter suchen gemeinsam nach einer Lösung.

„Der Weihnachtsmarkt ist ein Kind von uns allen, das wir hegen und pflegen“, sagt Christian Kruchten, Vorstandsmitglied beim Hochwald Gewerbe Verband (HGV), über den Lichterglanz im Hermeskeiler Stadtpark. Gleichwohl sei dem HGV bewusst, dass es neben vielen positiver Reaktionen seit Jahren Beschwerden gebe. „Der Park ist nach dem Weihnachtsmarkt so ramponiert, dass er im Prinzip das ganze Jahr für größere Veranstaltungen nicht mehr zu gebrauchen ist“, beschreibt Kruchten das Dilemma. Stadtbürgermeisterin Lena Weber (SPD) wolle den Park allerdings gern mit mehr Leben füllen, vor allem angesichts des 2020 bevorstehenden Jubiläums 50 Jahre Stadt Hermeskeil. So kurzfristig könne man das Problem zwar nicht lösen. „Aber wir arbeiten gemeinsam daran“, sagt Kruchten.

„Durchaus vorstellbar“ sei ein Umzug in den St.Fargeau-Park. Allerdings müssten laut HGV-Vorstand Dieter Nels zunächst das Konzept angepasst, eine Bühne geschaffen und der Park hergerichtet werden. Ein Umzug sei zudem nicht die einzige Option. „Dass wir die besondere Stimmung im Stadtpark aufgeben würden, ist natürlich ein Thema für uns“, sagt Nels. „Zumindest unser Jubiläum, die zehnte Auflage, nächstes Jahr noch dort zu feiern, wäre eine Supersache.“ Laut der Stadtchefin ist der Lichterglanz ein „Leuchtturm“, der der Stadt viel „positive Werbung“ beschere und eine klare Verbesserung zum Vorgänger in der Fußgängerzone sei. Die Stadt prüfe daher gemeinsam mit dem HGV, ob es am Aufbau des Hüttendorfs etwas zu optimieren gebe, um den Parkboden in besserem Zustand zu hinterlassen. „Am Ende müssen wir einfach schauen, was sinnvoller ist – Umzug oder im Stadtpark bleiben.“

Definitiv keine Alternative sei der Neue Markt, sagt Kruchten. „Manche sagen, dort könnten die älteren Leute sicher auf dem Asphalt gehen.“ Der HGV wolle aber auf das Ambiente mit Bäumen und Hackschnitzeln nicht verzichten. Dies alles künstlich auf dem Platz zu schaffen, „würde die Sache finanziell aus dem Ruder laufen lassen“. Laut HGV kostet der Lichterglanz etwa 15 000 Euro – Personaleinsatz nicht mitgerechnet. Eine große Stütze seien die Bauhof-Mitarbeiter und der jährliche Zuschuss der Stadt von 6000 Euro. Ob der Markt den Standort wechsle, sei auch eine Kostenfrage.