Des Koffers Kern

KONZ-NIEDERMENNIG. (mok/red) Mehrere Stunden hielt gestern ein herrenloser Koffer auf der Treppe der Niedermenniger Kapelle die Konzer Polizei sowie Anwohner in Atem. Am späten Nachmittag gaben Experten des Landeskriminalamts aus Mainz Entwarnung.

Der Inhalt war nicht - wie befürchtet - explosiver Natur, es handelte sich lediglich um Dokumente. Bereits am Mittwochmorgen war einer Anwohnerin in der Kapellenstraße in Niedermennig ein herrenloser brauner Koffer aufgefallen. Durch jüngste Medienberichte über Sprengstoff-Funde in Koblenz und Dortmund sensibilisiert, verständigte sie gegen 12.40 Uhr die Polizeiwache in Konz. Die Polizeibeamten sperrten die Durchfahrt der Kapellenstraße sofort ab und forderten Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts (LKA) Rheinland-Pfalz aus Mainz an. Fünf Polizisten sicherten die Kapellenstraße mit drei Streifenwagen unter den Blicken zahlreicher Zuschauer. Nach mehr als drei Stunden rückten die Experten des LKA aus Mainz an, nahmen den Koffer genau in Augenschein und öffneten ihn, während die Schaulustigen aus Sicherheitsgründen des Ortes verwiesen wurden. Die Kriminalisten fanden statt des befürchteten explosiven Inhalts Dokumente und Zeitschriften in dem Koffer. Möglicherweise sei dieser von einem Besucher der Kapelle vergessen worden, oder der Koffer sei beim Einsammeln des Sperrmülls liegen geblieben, so die Vermutungen der Polizei.