Deutsch-Luxemburgische Weinprobe auf zwei Moselseiten

Feiern : Deutsch-luxemburgische Weinprobe auf zwei Moselseiten

Die Nitteler St. Rochus-Kirmes wird immer größer. Ab heute beginnt das große Feiern.

Die Nitteler St. Rochus-Kirmes vom 17. bis 20. August und das 13. Deutsch-luxemburgische Weinhappening am 19. August bilden gemeinsam das größte Fest an der Obermosel. Waren es 2017 rund 15 000 Besucher, die sich auf den Weg nach Nittel und in das luxemburgische Machtum machten, so wollen die Veranstalter in diesem Jahr „noch eine Schippe drauflegen“.

Mehr Weinstände, mehr Mitglieder im Organisationsteam, mehr Markt – die Nitteler St.-Rochus-Kirmes geht neuen Superlativen entgegen. Im vergangenen Jahr zählte die Kirmesgemeinschaft unter der Leitung von Ralf Kienzle rund 15 000 Gäste auf dem größten Fest an der Obermosel. „Wir wollen in diesem Jahr diese an sich schon gewaltige Zahl noch einmal steigern“, haben sich Kienzle und die Vertreter der Nitteler Weingüter und Vereine, die die Kirmesgemeinschaft bilden, vorgenommen.

„Natürlich muss auch das Wetter mitspielen“, meint Kienzle. Die Pressekonferenz, auf der über das Programm der Kirmes und das Deutsch-luxemburgische Weinhappening, eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem luxemburgischen Machtum informiert wurde, fand jedenfalls schon mal unter freiem Himmel statt. Entsprechend zuversichtlich wirkte das Organisationskomitee.

Höhepunkt der viertägigen Feierlichkeiten ist das 13. Deutsch-luxemburgische Weinhappening am Sonntag, 19. August. Von 11 Uhr bis 22 Uhr pendelt ein Fahrgastschiff zwischen Nittel und Machtum. Das ermöglicht den Freunden der Obermosel-Weine einen kostenlosen Transfer zwischen Deutschland und Luxemburg, um das sehr umfangreiche Sekt- und Weinangebot auf beiden Seiten des Flusses ausgiebig zu testen. In Machtum handelt es sich dabei um eine Art öffentliche Weinprobe. Man kauft als Eintrittskarte zum Festgelände ein Weinglas für 7 Euro und kann dann an den drei Ständen der Machtumer Weinproduzenten, der Winzergenossenschaft Vinsmoselle, und den Weingütern Pundel-Hoffeld und Schlink, 40 verschiedene Weine probieren.

In Nittel ist dagegen eher das klassische Kirmestreiben angesagt: Man zieht über die Weinstraße, stellt sich an einen der 15 Stände auf der Weinstraße, um zu essen und zu trinken, hört der Livemusik von der Bühne zu und trifft unzählige Freunde und Bekannte.

Am Samstagabend wird die neue Saar-Obermosel-Königin vorgestellt, und Sonntag laden Marktstände, zum größten Teil mit regional hergestellten Spezialitäten wie Senf, Honig, Brot und Käse, zum Shoppen ein. Am Montag steht die vom TuS Nittel organisierte „Kinderbelustigung“ auf dem Programm.
An diesem bewährten Prinzip wollen die Veranstalter auch nicht rütteln. „Mit den Bands Kwärbeet, Langer Mütze und Unplugged Gang haben wir durchweg gute Erfahrungen gemacht“, sagt OK-Chef Kienzle.

Die Weinstände gruppieren sich auf dem Festplatz, die Weinstraße wird für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt. Bei den Weinständen gibt es in diesem Jahr erstmalig einen Gemeinschaftsstand zweier Nitteler Jungwinzer: Nico Sonntag und Daniel Beck sind neu auf der Kirmes dabei.

In Machtum gab es gestern neben dem Deutsch-luxemburgischen Weinhappening auch noch die traditionelle Kunstausstellung, und bereits zum zehnten Mal das bedeutendste Rockfestival an der Obermosel – Rock de Schleek.

Die Organisatoren auf beiden Seiten der Mosel versicherten sich gegenseitig, wie sehr das Vorbereiten des großen Gemeinschaftsfests zu tollen Freundschaften geführt habe. Man bedankte sich auch bei Henri Hengel, dem langjährigen Chef der Entente de Meechtem, der Vereinigung der Machtumer Vereine. Hengel, der im Frühjahr den Staffelstab an die nächste Generation weitergegeben hat, ist wesentlich mitverantwortlich für den enormen Erfolg des Deutsch-luxemburgischen Weinhappenings.

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