Deutsche Bahn kommt mit Arbeiten an K134 in Konz Karthaus nicht voran Sanierung in Richtung Trier geplant

Engstelle zwischen Konz und Trier : Ein Konzern in Verzug und ohne Erklärung

Die Bauarbeiten an einem Fußgängertunnel zwischen Karthaus und der Domänenstraße in Konz stehen seit Wochen still. Während es dort immer noch unklar ist, wie es weitergeht, sind die Schlaglöcher auf einem anderen Streckenabschnitt bald Geschichte.

Manche denken wohl, dass in den vergangenen Jahren ein Fluch über der Strecke liegt. Die zweitwichtigste Verbindungsstraße zwischen Konz und Trier, die K 134, war lange Zeit wegen der Sanierung zwischen dem Rewe-Kreisel und der Karthäuser Bahnbrücke gesperrt. Nach Abschluss der Arbeiten in drei Abschnitten blieben an einer Stelle eine Fahrbahnverengung und ein Tempolimit von 20 Kilometern pro Stunde zurück. Die 10 500 Autofahrer, die täglich die Straße nutzen, müssen dort abbremsen und wieder beschleunigen. Früher konnten sie mit 70 Kilometern pro Stunde vorbeisausen. Verantwortlich für das Hindernis ist die Deutsche Bahn, die mit der Sanierung eines Fußgängertunnels nicht vorankommt. Ein weiteres Bauprojekt, die Sanierung der Kreisstraße zwischen der Karthäuser Bahnbrücke und der B 51, wurde für die Sommerferien angekündigt.

Bahntunnel Am Bahntunnel standen die Arbeiten in den vergangenen Monaten still. Die Bahn hatte die Baupause gegenüber dem TV damit erklärt, dass Leitungen aufgetaucht seien, die nicht in den vorliegenden Plänen verzeichnet gewesen sein sollen. Deshalb seien Umplanungen notwendig gewesen. Diese hätten die Verzögerung verursacht (der TV berichtete). Der hauptamtliche Beigeordnete der Verbandsgemeinde Konz, Guido Wacht, erklärte in der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses, dass die Bahn ihre Arbeiten an der Stelle wieder aufnehmen wolle: „Wir hoffen, dass diese Farce Ende Juni ein Ende hat.“ Bei einem Vor-Ort-Termin mit der Bahn habe der neue Konzernbevollmächtigte der Bahn für den Bereich Südwest, Klaus Vornhusen, angekündigt, die zuletzt schlecht laufende Kommunikation zwischen der Stadt und dem Konzern verbessern zu wollen.

Bauarbeiten_in_Konz-Karthaus. Foto: TV/Scheidweiler, Jonas

Die Reaktion der Bahn auf eine TV-Anfrage lässt nicht gerade auf ein schnelle Auflösung der Probleme hoffen. Die Fragen, woran die Verzögerung liege, wann die Arbeiten wieder aufgenommen und die Sperrung aufgehoben werde, beantwortet eine Konzernsprecherin nicht. Sie erklärt in ihrer Antwort nur: „Anlässlich der von Ihnen beschriebenen Bauverzögerung steht die Deutsche Bahn derzeit in engem Austausch mit den Beteiligten. So finden direkte Gespräche zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Konz statt. Über den Ausgang und das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit werden wir Sie so bald wie möglich informieren.“

Eine Frist läuft laut Thomas Müller, Pressesprecher Trier-Saarburger Kreisverwaltung, bald jedenfalls aus. Der Kreis hat die Fahrbahnverengung und das Tempolimit noch bis zum 28. Juni genehmigt. Ob die Hindernisse dann abgebaut werden, weiß  Müller nicht. In der Vergangenheit hatte das mit den Arbeiten beauftragte Unternehmen schon mehrfach erfolgreich eine Verlängerung der Genehmigung beantragt (der TV berichtete).
Sanierung Mehr Einfluss als auf den Fortgang der Arbeiten am Bahntunnel hat der Kreis an anderer Stelle. Der Kreisausschuss hat kürzlich den Auftrag für die Sanierung der Fahrbahn zwischen der Karthäuser Bahnbrücke und der B 51 vergeben. Autofahrer beschweren sich schon seit längerem über den schlechten Zustand der Fahrbahn auf diesem 800 Meter langen Abschnitt. Größere Schlaglöcher und Unebenheiten mindern dort den Fahrkomfort.

Das soll sich ab den Sommerferien ändern. Denn nach Vergabe des Auftrags am 6. Mai im Kreisausschuss geht der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier davon aus, dass die Fahrbahn irgendwann zwischen dem 1. Juli und dem 9. August saniert wird. Auf TV-Anfrage erklärt LBM-Teamleiter Ralf Jakobs, dass die Erneuerung der Fahrbahn „maximal drei bis vier Wochen“ dauere. Der genaue Zeitrahmen sei vom Wetter abhängig.

Die Fahrbahn der Kreisstraße 134 in Konz ist seit Monaten verengt, weil die Bahn mit der Sanierung einer Fußgängerunterführung nicht vorankommt. Foto: TV/Christian Kremer
Die Fahrbahn der Kreisstraße 134 in Konz ist seit Monaten verengt, weil die Bahn mit der Sanierung einer Fußgängerunterführung nicht vorankommt. Foto: TV/Christian Kremer

Während der Sanierung wird die Straße laut LBM voll gesperrt. „Die Umleitung erfolgt voraussichtlich über die Schillerstraße und den Möbel-Martin-Kreisel“, sagt Jakobs. Die Erneuerung der Fahrbahn kostet den Landkreises Trier-Saarburg 134 000 Euro.

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