Deutscher Kultrock im Ducsaal

Epitaph heißt so viel wie Grabinschrift oder Gedenkstein. Die gleichnamige Band gehört zu den Spitzenbands in Deutschland. Sie hat sich ursprünglich Fagin\'s Epitaph nach dem Bösewicht in Charles Dickens\' Oliver Twist benannt hat und reist auch im Rentenalter weiter durch die Lande. Das 15. Album ist gerade in Arbeit.

Freudenburg. Sie sind das (Rock)-Denkmal Deutschlands - Epitaph, der Name einer Band, der genau das bedeutet, hat den Ducsaal und sein Publikum schätzen gelernt. Zum dritten Mal haben die Musiker aus Dortmund in Freudenburg Station gemacht.
100 Fans im Saal



"Wenn Tribute-Bands kommen, die große und bekannte Titel spielen, kommen viel mehr Leute", bedauert Ducsaal-Chef Manfred Weber. Die Originale von Epitaph, die auf ein Repertoire von 14 Alben aus 43 Jahren Bühnenerfahrung zurückgreifen können, haben das nicht nötig. Sie spielten vor gerade mal rund 100 Fans. Diese Besucher waren jedoch komplett begeistert. "Ich bin ein Freund des 70er-Jahre-Rocks", freut sich Guillaume Jung aus Luxemburg. Epitaph sei dazu die richtige Band. "Ich habe gerade das tollste Bass-Solo gehört, das ich je erlebt habe", begeistert sich Petra Schweling aus Trier. Das Spiel der vier Jungs sei unglaublich synchron, mit perfektem Rhythmus und tollem Groove. Dazu gehörte auch eine kleine Beethoven-Einlage und eine Prise Beatles sowie ein bisschen Jux mit einer Tröte. Ihre Meisterschaft zeigten die beiden Gitarristen, Cliff Jackson und Heinz Glass, die sowieso schon das Klangbild der Band mit ihrem perfekten Spiel bestimmen, als sie ins Publikum hinabstiegen, um in ungewöhnlicher Körperhaltung auf dem Instrument des jeweils anderen zu spielen. "Das ist solch ein nettes Publikum in Freudenburg", findet Bassist Bernd Kolbe.
Die Stücke der Band seien voll aus dem Leben gegriffen, mal mit mehr Phantasie, mal mit Problemen, die Menschen ertragen müssen, erklärt er dem TV. Dafür stehen Hits Outside the Law, Big City und Stop, look and listen.
Dass alle Epitaph-Mitglieder bereits die 60 überschritten haben, und Cliff Jackson bereits 71 Jahre alt ist, stört die Band nicht. "Musiker gehen nicht in Rente", sagt Kolbe. Gerade arbeitet er mit seinen Bandkollegen an Album Nummer 15. Es soll akustisch etwas dezenter ausfallen. Leise spielen können sie auch, die Rock-Denkmäler aus Dortmund. dothExtra

Drei Bands, auf die sich die Fans freuen dürfen: Am 31. Januar kommen Vdelli Rock. King King, die den britischen Blues-Award 2012 gewannen, spielen am 7. Februar. Und am 14. Februar ist erneut Wishbone Ash zu Gast. Infos und Karten gibt es unter www.ducsaal.com doth