DGM-Motorradsternfahrt Oberbillig: Schwere Maschinen für guten Zweck auf Tour

DGM-Motorradsternfahrt Oberbillig: Schwere Maschinen für guten Zweck auf Tour

Ein PS-starker Spaß als Hilfe für kranke Menschen: Rund 500 Motorradfahrer haben sich am Wochenende in Oberbillig getroffen. Zwei Tage wurde gefeiert - Höhepunkt war am Sonntag eine gemeinsame Rundfahrt durch den Saargau. Der Reinerlös kommt der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) zugute.

Schwere Motorräder und Trikes so weit das Auge reicht, dazu muntere Weisen vom Musikverein Oberbillig: Schon gegen 11 Uhr am Sonntag ist auf der Oberbilliger Moselstraße auch für Fußgänger das Durchkommen schwer. Mitten drin der Initiator und Hauptorganisator der DGM-Sternfahrt, Markus Betz. Als sein heute 21 Jahre alter Sohn Marius an Muskeldystrophie Duchenne erkrankte, wurde Betz Mitglied der DGM. Der begeisterte Biker begnügte sich aber nicht mit der bloßen Mitgliedschaft, sondern kreierte das inzwischen wohl größte Motorradtreffen der Region. Inzwischen sei ein Volksfest daraus geworden, freut sich Betz.Mit historischem Akzent


Schon am Samstag habe man beim Musikprogramm auf der Feststraße ein volles Haus gehabt - mit einem Besuch der Schirmherrin, Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Betz: "Bei der Rundfahrt hoffen wir diesmal auf 400 Teilnehmer. Ob wir in diesem Jahr beim Erlös die angestrebte 100 000-Euro-Marke schaffen, wissen wir leider erst in einigen Tagen, wenn alles abgerechnet ist."

Auch kurz vor Mittag treffen immer weitere Biker mit ihren schweren Maschinen am Oberbilliger Festplatz ein. Sie sind gekommen, um gegen ein Startgeld an der rund 80 Kilometer langen Rundfahrt teilzunehmen. Eskortiert von Polizeimotorrädern soll sich der riesige donnernde Pulk um 12.45 Uhr in Bewegung setzen. Das Startsignal gibt dann wieder Marius Betz, die Galionsfigur dieser Veranstaltung, wie sein Vater sagt.

Die meisten aktiven Teilnehmer sind nicht zum ersten Mal dabei. So ein älteres Biker-Paar aus Konz: "Wir fahren zum vierten Mal mit und es war immer super bisher." Erstmals dabei und mit seinen historischen Zweitaktern gleich vorneweg ist der Kreidler-Club aus Fusenich. Auf Wunsch des Veranstalters sollen die leichten Kreidler-Oldtimer das Feld vom Start an über eine erste Etappe führen, um einen "historischen Akzent" zu setzen, wie Kreidler-Fahrer Roman Ruth aus Trier-Ehrang berichtet. Frage des TV: Halten die alten Maschinen die lange Tour auch durch? "Aber immer, und wie", hallt es im Chor zurück. Dann um 12.45 Uhr das Startsignal. Kreischend und mit blauen Abgasfahnen legen die Oldtimer an der Spitze vor, dann folgt der schier endlos erscheinende Tross schwerer und schwerster Maschinen.Extra

Nach dem Start gingen die rund 400 Motorräder auf einen 80 Kilometer langen Rundkurs über Temmels, Söst, Wincheringen, Merzkirchen, Trassem bis Kastel-Staadt. Die Rückfahrt führte über Taben-Rodt, Serrig, Saarburg-Beurig, Wawern, Konz-Könen und Wasserliesch. Eine Hälfte des Erlöses (Verzehr, Startgelder, Sponsoren und Spenden) geht an den Landesverband der DGM, die andere Hälfte erhält der DGM-Bundesverband in Freiburg. Das Geld dient insbesondere zur Finanzierung von Familienseminaren für Betroffene und deren Angehörige. f.k.

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