Die 43. Auflage der Saarburger Markttage schreibt Erfolgsgeschichte.

Markttage : Besucher feiern bis tief in die Nacht

Anstrengend für Veranstalter und Stadtläufer, heiß und entspannt für etwa 15 000 Besucher. Die 43. Auflage der Saarburger Markttage schreibt Erfolgsgeschichte.

Saarburger Markttage, Sonntagmittag, 12 Uhr, die Stadt füllt sich schnell: Es ist merklich kühler geworden, endlich, nach zwei bullenheißen Hochsommertagen und -nächten.

Bis spät in die Nacht haben Tausende Besucher in der Innenstadt die 43. Auflage der Traditionsveranstaltung gefeiert, die Nachbarregionen Luxemburg und Frankreich, aber auch niederländische Urlauber waren stark vertreten und, – auch das ganz traditionell – es sind viele aus der Gegend stammende Leute angereist, um einmal im Jahr ein großes Wiedersehen mit alten Freunden und Familie zu feiern.

Besonders die Stadtläufer am Freitagabend hatten unter der Hitze gelitten, dennoch konnten der Veranstalter und die Fortuna Saarburg neue Teilnehmerrekorde (750 Läuferinnen und Läufer in allen Altersklassen) und Bestzeiten vermelden.

Schon bei seiner zweiten (Wieder-) Auflage scheint der Stadtlauf fest im Sportkalender etabliert, sowohl bei den Assen als auch den Jedermann-Läufern. Gerd Müller aus Saarburg sagt groggy, aber glücklich: „Wie langsam du auch läufst, du schlägst alle, die zu Hause bleiben!“ Dabei hatte Müller eine respektable 31-Minuten-Zeit für die anspruchsvolle fünf Kilometer-Cityrunde hingelegt.

Am Freitag- und Samstagabend konnten er und viele Tausend andere auf zwei Bühnen am Boemundhof und Fruchtmarkt ein kühlendes Bierchen schlürfen. Bis spät in die Nacht wurde friedlich und ohne besondere Störungen gefeiert. Eine entspannte Atmosphäre herrschte auch tagsüber, die Geschäfte und Marktstände erfreuten sich guten Zuspruchs, die Freiluftgastronomie war rappelvoll.

Viele Live-Bands brachten das Publikum in Bewegung, zum krönenden Anschluss heizte am Sonntagabend noch mal Regional-Matador Helmut Leiendecker mit seiner „Bloas“ ein. Einzig das Weinshopping am Samstagnachmittag litt unter der großen Hitze.

Die Dutzend Winzer aus der Region, die ihre Weine unter freiem Himmel zur Verkostung anboten, hätten mehr Zuspruch verdient gehabt. Erfreulich und bunt war der international geprägte Besucher-Mix, Jung und Alt vereint beim Feiern.

Bühnenveranstalter Christof Kramp (Agentur Station K) spricht von „entspannter Festivalatmosphäre“ und schätzt die Gesamtbesucherzahl auf 15 000 an allen drei Tagen.

Gemütliche Festivalatmosphäre beim abendlichen Musikprogramm am Fruchtmarkt. Foto: Dirk Tenbrock

Janine Russo, Vorsitzende des ausrichtenden Gewerbeverbandes ist ebenfalls sehr zufrieden, trotz, oder gerade wegen einiger abkühlender Regentropfen am Sonntag.

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