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Die Arbeiten auf der Nitteler Supermarkt-Baustelle haben begonnen

Infrastruktur : Noch rollen die Lastwagen im Zehn-Minuten-Takt

Die Arbeiten auf der Nitteler Supermarkt-Baustelle haben begonnen. Doch ob zügig weitergebaut werden kann, entscheidet in der kommenden Woche das Landgericht Trier.

Obwohl ein reibungsloser Baufortschritt noch von einem Urteil des Trierer Landgerichts abhängt, zeigt sich der Nitteler Ortsbürgermeister Peter Hein mit dem aktuellen Stand der Dinge durchaus zufrieden. Seit Montag dieser Woche transportieren Lastwagen im Zehn-Minuten-Abstand Erdaushub von der Baustelle für das zukünftige Nitteler Einkaufszentrum ab.

„Der Start der Bauarbeiten verzögerte sich wegen der Corona-Krise noch einmal um einen Monat. Und wir haben noch einen Rechtsstreit mit dem Eigentümer der anliegenden Weinbergsparzelle“, berichtet Hein.

Trotzdem rollen jetzt die sprichwörtlichen Bagger, und aufgrund der farbigen Markierungen im Gelände sind die Dimensionen des geplanten Baukomplexes mit einer mehrjährigen Vorgeschichte gut auszumachen.

Der Bau soll bis an die Grundstücksgrenze in östlicher Richtung ausgedehnt werden. „Für die Baugrube benötigt man Platz zum Arbeiten“, erklärt Bauleiterin Nadine Michels von der ausführenden Firma UVB Universal-Bau (Bitburg).

Und da der Baukörper bis an die Grundstücksgrenze heran reichen soll, möchte der Bauherr, die Firma Beda Regiebau (Trier), das Gelände rund sieben Meter weit in den angrenzenden Weinberg hinein mitnutzen. Nach Beendigung der Bauarbeiten würde das Areal wieder aufgefüllt, und neue Rebstöcke könnten gepflanzt werden.

Doch mit diesem  Vorhaben ist der Anlieger nicht einverstanden. Denn seine Weinbergsparzelle müsste für die Zeit der Bauarbeiten verkleinert werden. Und die Bearbeitung der Parzelle wird ebenfalls erschwert.

Der Winzer hat daher gegen die geplanten Baumaßnahmen auf seinem Grundstück geklagt. Ein erster Gerichtstermin blieb ergebnislos. Am kommenden Dienstag, 5. Mai, treffen sich jetzt die beteiligten Parteien erneut vor dem Landgericht in Trier.

„Selbstverständlich soll der Weinbergsbesitzer entschädigt werden“, verspricht Nittels Ortsbürgermeister Peter Hein. Doch ob das dem Winzer ausreicht, ist zurzeit noch unklar.

Der Trierische Volksfreund hat bei den jeweiligen Rechtsanwälten nachgefragt. Die Antworten stehen noch aus.