Die Braut vom Kammerforst

Die Stamm- und Wertholzsubmission von Landesforsten Rheinland-Pfalz hat kürzlich in Esch bei Klausen (Verbandsgemeinde Wittlich-Land) stattgefunden. Auf dem Holzlagerplatz wurden rund 800 Festmeter (fm) Stamm- und Wertholz angeboten.

Potenzielle Kunden, wie etwa Furnierhersteller oder Fassholzkäufer, konnten schriftliche Gebote für jeden einzelnen Stamm abgeben. Der jeweils Höchstbietende erhielt dann den Zuschlag. Vom Forstamt Saarburg wurden insgesamt 59 fm Eichenholz angeboten, 53 fm davon wurden vom Forstbetrieb der Stadt Konz geliefert. Die Braut - der teuerste Stamm der gesamten Submission - kam aus dem Saarburger Staatswald Kammerforst: Der Stamm einer 320-jährigen Eiche mit einer Holzmasse von 3,4 fm wurde zum Preis von rund 3600 Euro an einen Furnierhersteller verkauft. Diese mächtige Eiche musste wegen einsetzender Kronentrocknis und damit aus Sicherheitsgründen gefällt werden - ihre Stabilität war nicht mehr gewährleistet.
Die Produktion von wertvollem Starkholz ist das elementare Ziel der Eichenbewirtschaftung. Nur durch regelmäßige Pflegeeingriffe über mehrere Förstergenerationen hinweg entwickeln sich solch qualitativ hochwertige Stämme, die dann Höchstpreise erzielen können. red

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