Die Bürger fragen

Zum Bericht "Die Angst vor fliehenden Kunden geht um" (TV vom 25. Oktober):

Nicht der Saarburger Gewerbeverband macht mobil gegen das geplante Einkaufszentrum "Friedensaue", sondern eine recht dünne Mehrheit von gerade einmal neun Stimmen (nach TV-Recherche lautete das Abstimmungs-Ergebnis 56:47-Stimmen). Diese SGV-Mitglieder versuchen, Tatsachen sehr einseitig darzustellen. Was ist mit den 47 Befürwortern des geplanten Projektes? Haben sie im SGV keine Stimme?Der SGV mutiert in anmaßender Weise zum Sprachrohr für die Saarburger Bürger. Das ist so nicht akzeptabel. Bürger und Kunden (auch des Umlandes) sollten gefragt werden und mitentscheiden dürfen, ob - und in welcher Form - sie sich ein neues Einkaufszentrum wünschen. Haben die Kritiker schon einmal überlegt, dass die Stadt Saarburg durch ein neues Geschäftszentrum in den Augen vieler Kunden als Einkaufsstadt attraktiver werden wird ?Dass potenzielle Kunden nicht mehr zum Shoppen in die Stadt kommen würden, ist unserer Meinung nach vollkommen aus der Luft gegriffen. Saarburg - als Stadt mit eindeutig touristischem Schwerpunkt und mit attraktiven Fachgeschäften - ist seit langer Zeit gesplittet: in Innenstadtgeschäfte, Randgebietgeschäfte und die Gewerbegebiete Saarufer und Irscher-Straße. Warum soll durch eine weitere mögliche Neuansiedlung die Innenstadt "ausbluten"? Welchen Leerstand soll es geben? Um einen solchen auszuschließen, könnte Werbung für Saarburg im Internet gemacht werden und dort könnten Räumlichkeiten bzw. Ansiedlungswünsche angegeben werden. In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit in einer strukturschwachen Umgebung neue Arbeitsplätze zu schaffen, sollte unser aller Unterstützung finden.Werner und Hedwig Fischer, Saarburg einzelhandel