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die „Dollbergschleife“, eine Traumschleife des Saar-Hunsrück-Steigs, erwartet Wanderer mit einer neuen Attraktion

Freizeit : Mehr als Wein und Wasser

An der Dollbergschleife lädt ein neuer Weinschrank Wanderer zur Erfrischung ein.

. Er sieht hübsch aus, der neue Weinschrank an der Dollbergschleife. Vor allem aber ist er prall gefüllt. Denn ab sofort können sich Wanderer an der „Dollberg-Quelle“ selbst versorgen. Das überdachte Weinfass birgt nicht nur Sekt und Wein, rot und weiß, Schnaps und Likör, sondern auch Wasser und sogar echtes Quellwasser. Außerdem fehlen weder frische Gläser noch Korkenzieher oder Flaschenöffner. 

Betreiber ist die Ortsgemeinde Neuhütten, die den Weinschrank nun offiziell seiner Bestimmung übergab. Denn die Dollbergschleife wird derzeit neu zertifiziert, was für Premiumwanderstrecken wie die Saar-Hunsrück-Steig-Traumschleife regelmäßig ansteht. Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gab es nur eine abgespeckte Freigabe in kleiner Runde, statt umrahmt von einer größeren Wanderung. Die stilechte „Taufe“ mit einer Flasche Sekt übernahm Ortsbürgermeister Peter Koltes.

Ebenfalls mit dabei: Valerie Schäfer, Leiterin der Tourist-Information (TI) Hermeskeil, und Alexandra Thömmes, Dorfbegleiterin von Neuhütten und Züsch, sowie Martin Weiler, dessen Ehefrau „Ilka’s Vinothek“ im Ort betreibt. Sie spendeten den Weinschrank, ein aus Bad Kreuznach stammendes Weinfass. 

Handwerklich geschickte Neuhüttener machten es fit für seine neue Aufgabe. So verfügt das Fass nun dank Gemeindearbeiter Adolf Kretz über zwei Türen. Sie werden künftig unverschlossen sein. Denn Wanderer sollen jederzeit ran können an den Inhalt. Schlüssel gibt es lediglich für die Kasse, die für die ordnungsgemäße Bezahlung entsprechend einer Preisliste bereitsteht.

Das Risiko, dass es sich dort Zechpreller gut gehen lassen, trägt die Gemeinde. Für den Fall, dass im von Weiler befüllten Weinschrank Getränke fehlen sollten, ist eine Telefonnummer angegeben. Die Ausstattung des Schranks mit Rundstammfüßen und einem Dach sowie das Abschleifen und den Schutzanstrich des Holzes übernahmen Jugendliche aus dem Dorf.

So habe das neue Angebot die Gemeinde „fast nichts gekostet“, freut sich Koltes darüber hinaus, dass es die Dollbergschleife rechtzeitig zur Neuzertifizierung entscheidend aufwertet. Eine ebenfalls angedachte, aber aufwändigere, Köhlermeiler-Variante war schnell vom Tisch. Mit dem Namen „Dollberg-Quelle“ machte ein Vorschlag von Thömmes das Rennen. 

Die Idee, eine der Traumschleifen im Hochwald mit einem mit Wein und Wasser gefüllten Schrank „ein bisschen aufzupeppen“, hatte TI-Leiterin Schäfer. In Neuhütten fand sie dafür auf Anhieb offene Ohren: „Das ging total problemlos – die waren direkt begeistert“, begrüßt sie zudem, dass dort „jemand dahintersteht“. Der Weinschrank sei richtig schön geworden, ein „Highlight“ für die anstehenden Neubewertungen. Mit ihnen überprüft das Deutsche Wanderinstitut regelmäßig, ob für einzelne Strecken verliehene Punkte weiterhin angemessen sind. Routen in „Saar-Hunsrück“, einer ebenfalls zertifizierten „Premium-Wanderregion“ zählen zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands.