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Die Eröffnung des 4. Hermeskeiler Stadtfestes ist für viele zum  Erlebnis geworden. Gefeiert wird bis zum 15. Juli.

Fest : Kanonendonner und Freibier

Die Eröffnung des 4. Hermeskeiler Stadtfestes ist für viele zum Erlebnis geworden. Gefeiert wird bis zum 15. Juli.

Alles beginnt mit einem großen Knall. Wann das Stadtfest Hermeskeil losgeht, kündigt der Kanonendonner der Stadtsoldaten unter dem Kommando von Josef Malburg an. Es ist die 49. Stadtwoche, die seit vier Jahren mit dem Stadtfest beginnt. „Im nächsten Jahr feiern wir Jubiläum“, freut sich Stadtbürgermeister Mathias Queck jetzt schon.

Fünf Mal donnert die Kanone, dreimal vor dem Rathaus und nach dem Festzug noch zwei Mal auf dem Festplatz, begleitet von der Stadtkapelle mit zackigen Klängen. Im Festzelt macht das Stadtoberhaupt nicht viele Worte, begrüßt die Ehrengäste, allen voran  Bundesjustizministerin Katarina Barley, und dann wartet auch schon das Fass, das zur Eröffnung angestochen werden muss.

Der Fluss des Gerstensaftes stockt jedoch zunächst. Erst als das Bierbehältnis vom inneren Vakuum befreit ist, kann das Prosit auf das Fest ausgerufen werden. Und jetzt ertönt für alle ein sehr angenehmes Geräusch. Der Chef des Festbeirates, Willi Auler, schlägt auf den Gong. Der bedeutet eine Stunde lang Freibier. Brezeln werden dazu gereicht. „Das kann sich die Stadt gerade noch so leisten“, witzelt der Stadtchef vor den rund 300 Gästen im Festzelt.

Katarina Barley hilft spontan bei der Verteilung des Gerstensaftes. „Hampy“ Schumacher aus Hermeskeil gefällt das: „Ich bin seit vielen Jahren Stammgast hier.“ Als ein Stück Heimat empfindet die Hermeskeilerin Brigitte Kolz das Stadtfest: „Das ist für mich ein Höhepunkt im Jahr.“

Der oberste Polizist in Hermeskeil, Michael Wahlen, sieht der Festwoche entspannt entgegen: „Es gibt keinerlei Hinweise auf Krawalle.“

Dennoch werde die Polizei mit verstärkten Kräften präsent sein. Die Besucher sollen fröhlich und sicher feiern können. Einzelne Alkoholexzesse können ja nie ausgeschlossen werden. Die Polizei arbeitet deshalb mit dem engagierten Security-Dienst und dem Ordnungsamt der Stadt eng zusammen. Rucksäcke können schon mal kontrolliert werden, ob sich darin keine alkoholischen Getränke oder Gegenstände befinden, die sich als Waffen eignen. Das Wetter hielt, doch die Besucher entdeckten Tags darauf wohl noch andere attraktive Aufenthaltsorte als  den verkaufsoffenen Sonntag, zum Beispiel das Schwimmbad. Trotzdem waren zeitig erstaunlich viele junge Familien mit Kindern in der Innenstadt und auf dem Festplatz zu sehen. Erst am Abend füllte sich das Areal. Dann sehen ja auch die Karussells viel bunter aus.

Ein Anziehungspunkt war in der Fußgängerzone der Stand der Bambini-Feuerwehr, die es seit neun Jahren gibt und aus der inzwischen sogar schon Aktive der Hauptwehr hervorgegangen sind, wie die Betreuer Sylvana Lochner, Johanna Klemens und Christoph Schiff mit Stolz berichten.

Es durfte am Glückrad gedreht, mit Wasser gespritzt und versucht werden, nur mit der eigenen Puste durch einen D-Schlauch einen Luftballon zum Platzen zu bringen. Ähnlich aktiv war das THW.

 Ein Prosit auf das Stadtfest: Stadtbürgermeister Mathias Queck (links) und Festbeiratschef Willi Auler beim Fassanstich.
Ein Prosit auf das Stadtfest: Stadtbürgermeister Mathias Queck (links) und Festbeiratschef Willi Auler beim Fassanstich. Foto: Herbert Thormeyer
 Bundesjustizministerin Katarina Barley macht  bei der Verteilung von Freibier im Hermeskeiler Festzelt eine gute Figur.
Bundesjustizministerin Katarina Barley macht  bei der Verteilung von Freibier im Hermeskeiler Festzelt eine gute Figur. Foto: Herbert Thormeyer

 Beide Organisationen sind bemüht, rechtzeitig Nachwuchs als Retter der Zukunft zu begeistern.