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Die EU fördert die länderübergreifende „Markenfamilie Faszination Mosel“ mit mehr als einer halben Million Euro.

EU-Förderung : Geld für DIE Genussregion Deutschlands

Wir-Gefühl, Förderung der Weinkultur und Wertschätzung für die Region: Um diese Ziele an der Mosel umzusetzen, gibt es mehr als eine halbe Million Euro von der EU.

Dass die EU-Förderung aus dem Leader-Programm spannende Projekte wunderbar vorantreiben kann, dafür sind die Gastgeber eines Familien-Weingutes in Lörsch, Christa Kühner-Adams und Hans-Josef Adams, ein gutes Beispiel. Ihnen ermöglichte Leader die Realisierung ihres Projektes „Symbiose Alt und Neu“.

Nur ein Teil davon ist ihre neue „Vinothek am Flusskilometer 174“, ein Glaskubus, giebelseitig angebaut an Adams’ Elternhaus, ein für die Region typisches Winzerhaus, in dem nun Gäste übernachten können. Weitere Bausteine ihres Projekts sind die neu angebaute historische Rebsorte „Gelber Kleinberger“, der Erhalt des Steillagenweinbaus und die Vermarktung regionaler Lebensmittel am Knotenpunkt beliebter überregionaler Rad- und Wanderwege.

Für große Begeisterung sorgt aber auch ein dicker Scheck: Andy Becht, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium, überreicht in Lörsch einen Förderbescheid über rund 513 000 Euro.

Das Geld stammt aus dem Leader-Programm der Europäischen Union (EU), die damit seit 1991 Vorhaben im ländlichen Raum unterstützt. Bestimmt ist es für den „Auf- und Ausbau der Markenfamilie Faszination Mosel“ (Info). Partner der Regionalinitiative sind die Leader-Aktionsgruppen (LAGn) Mosel, Moselfranken und „Land zum Leben Merzig-Wadern“ (Saarland). Gemeinsam wollen sie die Moselregion bis 2025 als DIE Genussregion Deutschlands etablieren.

Für Becht fließt das Geld damit in ein Vorhaben ganz im Sinne der „Gründungsimpulse“ der EU. Schon damals sei klar gewesen, dass ein Zusammenwachsen „nur über die Regionen laufen“ könne. Mit der Markenfamilie mache sich die Region auf den Weg, das anzunehmen und mit Leben zu füllen. Denn eine Marke sei ja mehr als ein Logo: „Es muss innerlich was da sein.“

Und sie sei für sie alle vor Ort gewinnbringend, ist Rolf Haxel, stellvertretender Vorsitzender der LAG Mosel, überzeugt. Die Mosel sei als Region ständig im Wandel, was Leader begleite, indem es Menschen unterstütze, die den Mut hätten zu investieren. Für Landrat Gregor Eibes, Vorsitzender Regionalinitiative „Faszination Mosel“, ist das sehr wichtig. Denn ohne kompetente Ansprechpartner wäre es schwer, die Region im Sinne der Regionalinitiative weiterzuentwickeln.