Die Flieger dürfen in Kell weiter abheben

Vereine : Die Flieger dürfen in Kell weiter abheben

Der Luftsportverein Kell am See feiert sein 50-jähriges Bestehen. Die Perspektiven für die Zukunft sind gut.

Mit der Gründung des Vereins Erholungsgebiet Hochwald begann die Erfolgsgeschichte des Luftsportvereins Hochwald in Kell am See. „Der damalige Verbandsgemeindebürgermeister August Justen und der Landkreis wollten Kell touristisch erschließen und fanden dabei den Segelflugsport als eine sehr gute Idee“, erklärt Steff Hau, Vorsitzender des Luftsportverbandes Rheinland bei der Feier zum 50-jährigen Bestehens eines Vereins. Dessen weitere Existenz ist erst jetzt gesichert. Nach langem juristischem Tauziehen um die Windräder in der Nähe des Flugplatzes können die Mitglieder wieder in eine gesicherte Zukunft schauen.

 Der LSV Hochwald Kell wurde 1969 gegründet, damals wurde auch das Segelfluggelände zugelassen. Inzwischen sind auch Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und Flugzeugschlepp in die Genehmigung integriert worden.

Erster Gratulant des Festaktes ist CDU-Bundestagsabgeordneter Andreas Steier. Er lobt: „Der Verein lebt und feiert viele Erfolge.“ Ortsbürgermeister Markus Lehnen würdigt die Leistungen in den vergangenen 50 Jahren. Der Ortschef hat sich mit seinem Ortsgemeinderat vehement für den Erhalt dieses Sports der Ortsgemeinde Kell eingesetzt, der mit dem weiteren Ausbau der Windkraft zum Erliegen gekommen wäre. „Es ist ein Verein mit Höhen und Tiefen, und zwar im wörtlichen Sinne“, beschreibt Lehnen den Vorgang bildhaft. Mit Beharrlichkeit und positiver Sturheit seien der Flugbetrieb gesichert und Gefahren bei Starts und Landungen durch zu nahe Windräder verhindert worden.

„Der Keller Gemeinderat stellt den Luftsport vor die Windkraft“, lobt auch der Harxheimer FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin, selbst Motorflugpilot. Kreisbeigeordneter Arnold Schmitt (CDU) hebt die wichtige Rolle des Luftsportvereins in der Touristenregion hervor.

Auch Bürgermeister Jürgen Dixius stellt sich vor den Verein: „Hier waren und sind Pioniere am Werk. Segelfliegen ist ein Erlebnis.“ Die Sicherheitsrunde sei im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde jetzt festgeschrieben. Für Hermann Kleber, Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, wiegt die Freude am Luftsport den Ärger und die Arbeit auf. Für den Kampf mit den „Windmühlen“ verleiht der Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, Ernst Eymann, an Steff Hau den Titel „Don Quichotte von Kell“.

Derzeit sind beim Luftsportverein Hochwald Kell 40 Mitglieder aktiv, darunter 15 Flugschüler und vier Fluglehrer. Der Verein besitzt vier Flugzeuge.

Im Internet präsentiert sich der Verein unter http://lsv-hochwald.de

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