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Die Geschichte(n) einer Landschaft

Die Geschichte(n) einer Landschaft

400 Millionen Jahre Erdgeschichte auf acht Kilometern: Am Sonntag, 12. August, wird der Erlebnispfad Konzer Tälchen im Rahmen des Oberemmeler Weinfestivals eröffnet.

Konz-Oberemmel/-Niedermennig. Wer ins Konzer Tälchen zu Besuch kommt, ist meist angetan von der beeindruckenden Landschaft, von den schönen Aus- und Einblicken in das Tal mit seinen charakteristischen Weinbergen.Was es geologisch mit dieser reizvollen Natur auf sich hat, wird ab dem kommenden Wochenende auf dem Erlebnispfad Konzer Tälchen erlebbar gemacht. Vom Jeuchen bis hin nach Oberemmel können die Besucher sich nicht nur die reizvolle Landschaft erwandern oder (mit dem Fahrrad) "erfahren", sie erhalten zusätzlich wertvolle und interessante Informationen aus 400 Jahren Erdgeschichte.

Als das Tälchen noch ein Tal war

Die charakteristische Tal-Form ist beispielsweise der Tatsache zu verdanken, dass das sogenannte Tälchen einst ein Mäander war, der ausgetrocknet ist. Die Geschichte(n) von 400 Millionen Jahre altem Schiefer oder von verschwundenen Mühlen erzählen insgesamt acht Tafeln auf der Strecke. Außerdem ist zu erfahren, "was Steine berichten, wieso Pflanzen Temperaturen messen und weshalb Schieferdächer wichtig sind", werben unter anderem die Stadt Konz und die Saar-Obermosel-Touristik (SOT) in dem Flyer zum neuen Erlebnispfad.

Dieser richtet sich nicht nur an geografisch-geschichtlich Interessierte, sondern besonders auch an Familien mit Kindern, erklärt Stefanie Koch von der SOT. Denn die Beschreibungen auf den acht Tafeln seien so formuliert, dass auch die kleinen Besucher sie spielend verstehen können.

Apropos verstehen: Auch auf Besucher aus den Nachbarländern ist der Erlebnispfad eingestellt: Die Informationen gibt es auch in französischer, englischer und niederländischer Sprache. Den Weg weisen übrigens kleine Hinweisschilder, die den Bogen des alten Mäanders zeigen. Auf der Strecke gibt es natürlich nicht nur die Schönheit der Landschaft zu bewundern und Sehenswürdigkeiten wie die Ölmühle in Niedermennig.

Es laden auch zahlreiche Weinstuben und Gaststätten zur Einkehr ein. Wer eine andere Route zurückwandern möchte, kann anschließend auch den Saarweinwanderweg nutzen. Samt Aufstellen einer Schutzhütte bei der Niedermenniger Ölmühle belaufen sich die Kosten für den neuen Erlebnispfad auf 29 000 Euro. Davon stammen laut Stefanie Koch 50 Prozent aus dem Leader-Plus-Fördertopf. Eröffnet wird der Erlebnispfad am Sonntag, 12. August, ab 11 Uhr im Rahmen des Oberemmeler Weinfestivals. Das neue Angebot wird dann mit fachkundigen Erläuterungen des Planers vorgestellt. Außerdem können die Besucher den Pfad an diesem Tag auch ganz bequem mit einer Planwagenfahrt erkunden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.konzer-taelchen.de.